Ka­len­der­blatt 27. De­zem­ber 1982

Rheinische Post Moenchengladbach - - UNTERHALTUNG -

Seit 1927 wählt die Redaktion des US-ame­ri­ka­ni­schen Ma­ga­zins „Ti­me“zum En­de des Jah­res ei­ne Person für ei­ne ganz be­son­de­re Ti­tel­ge­schich­te aus: Die „Person des Jah­res“. 1927 woll­te die Redaktion da­mit Charles Lind­bergh eh­ren, des­sen Leis­tung, den At­lan­tik über­quert zu ha­ben, zu­vor nicht an­ge­mes­sen ge­wür­digt wor­den war. Meist sind es Män­ner, die am En­de des Jah­res das Co­ver des Ma­ga­zins schmü­cken, und nicht im­mer ist die Wahl ei­ne Eh­rung. Die Redaktion stellt im­mer wie­der her­aus, dass es ihr al­lein dar­um geht, wer in ei­nem Jahr den größ­ten Ein­fluss auf die Welt hat­te – im gu­ten eben­so wie im schlech­ten. Dies wird ins­be­son­de­re da­durch deut­lich, dass 1938 Adolf Hit­ler und 1939 so­wie 1942 Jo­sef Sta­lin je­weils „Mann des Jah­res“wur­den. Nur ein ein­zi­ges Mal war es ei­ne Er­fin­dung, die die Redaktion aus­wähl­te. Als „Ma­schi­ne des Jah­res“zier­te am 27. De­zem­ber 1982 das Bild ei­nes grau­en Com­pu­ters (im Bild der ers­te PC, der PC 5150 von IBM) die Ti­tel­sei­te des Ma­ga­zins. Der Com­pu­ter ha­be, so die Be­grün­dung, die Welt ver­än­dert und wer­de dies auch wei­ter tun – ei­ne Vor­her­sa­ge, die sich be­wahr­hei­tet hat. 2015 war üb­ri­gens An­ge­la Mer­kel die „Person des Jah­res“. Sie war nach Kon­rad Ade­nau­er und Wil­ly Brandt das drit­te deut­sche Staats­ober­haupt, das aus­ge­wählt wur­de. Die­ses Jahr ist wie­der ein USA­me­ri­ka­ner auf dem Ti­tel: der de­si­gnier­te Prä­si­dent Do­nald Trump.

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