Feind­li­cher Akt

Rheinische Post Moenchengladbach - - STIMME DES WESTENS -

In der Spra­che der Di­plo­ma­ten ist ein mi­li­tä­ri­sches Vor­ge­hen ge­gen ei­nen an­de­ren Staat ein „feind­li­cher Akt“. Im Sy­ri­en­kon­flikt ver­wen­det der ver­sier­te rus­si­sche Au­ßen­mi­nis­ter Ser­gej La­w­row die­sen Aus­druck, um ge­gen die Auf­rüs­tung der Re­bel­len durch die USA zu pro­tes­tie­ren. Waf­fen für die as­sad­feind­li­chen Mi­li­zen sind ein Ver­such der Ame­ri­ka­ner, ei­ne ei­ge­ne Po­si­ti­on im Land nach dem Fall Alep­pos auf­zu­bau­en. An­geb­lich sind die­se Grup­pen bei ih­rer Of­fen­si­ve auf Rak­ka, dieHoch­burg des Is­la­mi­schen Staa­tes, er­folg­reich. Jetzt sol­len die Re­bel­len so­gar Flug­ab­wehr­ra­ke­ten be­kom­men. Das scheint die bei Alep­po sieg­rei­chen Rus­sen doch zu alar­mie­ren. Denn Moskau wirft den USA vor – nun ganz un­di­plo­ma­tisch –, „blut­rüns­ti­ge Kopf­ab­ha­cker“zu un­ter­stüt­zen. kes

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