Was man beim Um­tausch von Ge­schen­ken be­ach­ten muss

Rheinische Post Moenchengladbach - - WIRTSCHAFT -

DÜS­SEL­DORF (klik) Mit dem Weih­nachts­ge­schäft zeig­ten sich die Ein­zel­händ­ler in Nord­rhein-West­fa­len zu­frie­den. Vor al­lem an den letz­ten bei­den Ta­gen vor Weih­nach­ten sei­en die Ge­schäf­te voll ge­we­sen, mel­de­te ges­tern der Han­dels­ver­band. Nun rech­net die Bran­che auch mit ei­nem gu­ten Nach-Weih­nachts­ge­schäft. Durch den star­ken An­stieg von Ge­schenk-Gut­schei­nen neh­me die Zahl der Kun­den, die ih­re Ge­schen­ke um­tau­schen wol­len, zwar wei­ter ab. Aber auch beim Ein­lö­sen der Gut­schei­ne gibt es Fris­ten zu be­ach­ten. Ein Über­blick. Muss der Händ­ler ei­nen Ar­ti­kel zu­rück­neh­men? Grund­sätz­lich ist kein Händ­ler da­zu ver­pflich­tet ein Ge­schenk zu­rück­zu­neh­men, so­lan­ge es nicht be­schä­digt ist. In der Re­gel zei­gen sich Ge­schäf­te ge­ra­de nach Weih­nach­ten aber sehr ku­lant. Wer on­li­ne ein­ge­kauft hat, kann den Kauf in­ner­halb von 14 Ta­gen wi­der­ru­fen, oh­ne ei­nen Grund an­ge­ben zu müs­sen. Muss ein Ar­ti­kel ori­gi­nal­ver­packt sein? Auch das gibt es: Die Freu­de über das neue Ta­blet ist groß, doch die Ent­täu­schung folgt so­gleich – es funk­tio­niert nicht. Die Ori­gi­nal­ver­pa­ckung sei dann kei­ne zwin­gen­de Vor­aus­set­zung, heißt es beim Han­dels­ver­band NRW. „Ob ei­ne Sa­che man­gel­haft ist, kann der Kun­de ja erst fest­stel­len, wenn er die Wa­re aus­packt und nutzt“, sagt An­ne Lin­nen­brüg­ger-Schau­er. An­ders sieht das bei Wa­re aus, die nicht ge­fällt. Der Ve­ge­ta­ri­er soll­te den Grill al­so bes­ser gleich ver­packt las­sen. Braucht man zum Um­tausch den Kas­sen­bon? Ja. Bei Kar­ten­zah­lung tut es zur Not aber auch der Kon­to­aus­zug. Kann man Ge­schen­ke auch 14 Ta­ge nach Kauf um­tau­schen? Zur Weih­nachts­zeit zei­gen sich so­wohl On­li­ne-Händ­ler als auch der sta­tio­nä­re Han­del groß­zü­gig: Ama­zon und Otto ge­währ­leis­ten bei­spiels­wei­se ein ver­län­ger­tes Rück­ga­be­recht bis zum 31. Ja­nu­ar 2017. Za­lan­do bie­tet so­gar ein Rück­ga­be­recht von 100 Ta­gen. Ist ein Ar­ti­kel be­schä­digt, ist der Händ­ler aber oh­ne­hin in der Pflicht, den Ar­ti­kel auch nach der 14-Ta­ges-Frist zu­rück­zu­neh­men oder zu er­set­zen. Gibt es Ar­ti­kel, die vom Um­tausch aus­ge­schlos­sen sind? Der Händ­ler al­lein ent­schei­det, wann und was er zu­rück­neh­men möch­te, so­lan­ge Pro­duk­te un­be­schä­digt sind. Bei man­chen Wa­ren­grup­pen kann man al­so auch Pech ha­ben: Bei Un­ter­wä­sche und spe­zi­el­len An­fer­ti­gun­gen et­wa. Soll et­wa ein Maß­an­zug um­ge­tauscht wer­den, muss das mit dem Händ­ler in­di­vi­du­ell ver­ein­bart wer­den. Wie lan­ge sind Gut­schei­ne gül­tig? Gut­schei­ne gel­ten, so­lan­ge sie nicht aus­drück­lich be­fris­tet wur­den, in der Re­gel drei Jah­re ab dem En­de des Jah­res, in dem der Gut­schein aus­ge­stellt wur­de.

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