8555 Fans beim Spiel der drit­ten Hand­ball­li­ga

Rheinische Post Moenchengladbach - - SPORT -

HAMBURG (RP) Am 27. De­zem­ber 2015 sa­hen 10.206 Hand­ball­fans das 36:24 ge­gen FA Göp­pin­gen. Es war der sieb­te Sieg in Fol­ge – und zu­gleich das letz­te Bun­des­li­ga-Spiel der Ham­bur­ger. Geld­ge­ber Andre­as Ru­dolph hat­te den Hahn zu­ge­dreht, die Mann­schaft war zu teu­er und wur­de im Ja­nu­ar ab­ge­mel­det.

Am zwei­ten Weih­nach­s­tag trat der Hand­ball Sport Ver­ein Hamburg er­neut in der Are­na am Sta­di­on an. 8555 Zu­schau­er sa­hen beim Rück- run­den­start den 37:32-Sieg des Auf­stei­gers ge­gen DHK Flens­borg, der 150 Fans von der deutsch-dä­ni­schen Gren­ze mit­ge­bracht hat­te. So vie­le Zu­schau­er gab es noch nie in ei­ner Dritt­li­ga­par­tie. „Wir ha­ben uns mit die­sem Spiel ein Denk­mal ge­setzt“, sag­te Ste­fan Schrö­der. Der Rechts­au­ßen, 2007 im Auf­ge­bot, das den WM-Ti­tel ge­wann und bis zum bit­te­ren En­de in der Bun­des­li­ga da­bei, ist der ein­zi­ge Pro­fi, der ge­blie­ben ist. Ge­gen Flens­borg er­ziel­te der 35-Jäh­ri­ge, der auf der Ge­schäfts­stel­le ar­bei­tet, sie­ben To­re.

Hand­ball in Hamburg hat wie­der ei­ne Zu­kunft. „Lang­fris­tig wol­len wir zu­rück in die Bun­des­li­ga. Und wir wer­den es frü­her oder spä­ter schaf­fen“, sagt Vi­ze­prä­si­dent Mar­tin Schwalb, der als HSV-Trai­ner die Cham­pi­ons Le­ague ge­wann (2013) und Deut­scher Meis­ter (2011) wur­de. Doch die weit­ge­hend un­er­fah­re­ne Mann­schaft von Coach Jens Häus­ler, die nor­ma­ler­wei­se in der Als­ter­dor­fer Hal­le (4200 Sitz­plät­ze) spielt und im Schnitt 2686 Fans an­lock­te (die Zahl ist so­gar top für die 2. Li­ga), braucht Zeit und Ver­stär­kun­gen. Die er­folg­rei­che A-Ju­gend wird von To­to Jan­sen, Welt­meis­ter 2007, trai­niert. „Ein Durch­marsch ist un­rea­lis­tisch“, be­tont Schwalb. Hamburg (24:8 Punk­te) be­legt Rang drei hin­ter HSG Nor­der­stedt/Hen­stedt-Ulz­burg (26:2) und TSV Al­ten­holz (26:4), die in der Rück­run­de noch beim HSV an­tre­ten müs­sen.

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