Hoch­druck

Rheinische Post Moenchengladbach - - STIMME DES WESTENS -

Es gibt Be­grif­fe, mit de­nen Men­schen je nach Kon­text ganz ver­schie­de­ne Din­ge ver­bin­den. Hoch­druck ist so ei­ner. Beim Wet­ter­be­richt as­so­zi­ie­ren sie meist schö­nes Wetter, bei Stress oft Blut­hoch­druck. We­ni­ger son­nig, aber durch­aus stres­sig geht es zu, wenn Po­li­ti­ker oder Er­mitt­ler das Wort in den Mund neh­men. Denn dann ver­su­chen sie, ei­nen Miss­stand zu be­he­ben. „Un­ter Hoch­druck“wer­de zum Bei­spiel ge­ra­de am Fall des An­schlags in Ber­lin ge­ar­bei­tet. Da­bei dürf­te auch die Fra­ge ei­ne Rol­le spie­len, wie der als Ge­fähr­der ein­ge­stuf­te At­ten­tä­ter un­be­hel­ligt durch Eu­ro­pa rei­sen konn­te. Aber viel­leicht hält man es dort ja auch mit den Gar­ten­freun­den: Im­mer, wenn im An­ge­sicht der über­wu­chern­den Ter­ras­se zu lan­ge weg­ge­schaut wur­de, bleibt als letz­ter Aus­weg der Hoch­druck­rei­ni­ger. maxk

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