Mehr Rech­te für Rad­ler

Rheinische Post Moenchengladbach - - WIRTSCHAFT - VON CLAUDIUS LÜDER

Rund um den Jah­res­wech­sel gibt es ei­ni­ge Neue­run­gen. Vor al­lem ra­deln­de El­tern dürf­ten sich freu­en: Sie dür­fen ih­ren Nach­wuchs künf­tig auf dem Fuß­weg be­glei­ten.

E-Bi­kes auf Rad­we­gen E-Bi­kes, die bis Tem­po 25 rein elek­trisch fah­ren kön­nen, dür­fen jetzt auch auf Rad­we­gen rol­len. Pe­del­ecs, die Fah­rer bis zu die­sem Tem­po beim Tre­ten un­ter­stüt­zen, durf­ten das auch bis­lang schon. Kennt­lich ge­macht wer­den soll die Re­ge­lung mit ei­nem neu­en Ver­kehrs­schild für E-Bi­kes. Die schnel­le­ren S-Pe­del­ecs je­doch sind da­von aus­ge­nom­men, sie müs­sen wei­ter auf der Fahr­bahn fah­ren. Für die Pra­xis auf den Rad­we­gen be­fürch­tet der Ver­kehrs­club Deutsch­land (VCD) je­doch ein Durch­ein­an­der. „Lei­der ist die De­fi­ni­ti­on hier nicht ein­deu­tig ge­nug.“Es sei da­her zu be­fürch­ten, dass künf­tig S-Pe­del­ecs auch auf den für E-Bi­kes frei­ge­ge­be­nen Rad­we­gen un­ter­wegs sind, sagt An­ja Sme­ta­nin vom VCD.

Am­pel-Re­ge­lung Bis­lang gal­ten für Fahr­rad­fah­rer die Fuß­gän­ger­am­peln, wenn an Am­pel­kreu­zun­gen kei­ne ei­ge­nen Licht­zei­chen für Rad­ler vor­han­den wa­ren. Ab 2017 gilt nach Pa­ra­graf 37 Abs. 2 Satz 6 StVO: „Wer ein Rad fährt, hat die Licht­zei­chen für den Fahr­ver­kehr zu be­ach­ten.“Auf ge­kenn­zeich­ne­ten Rad­we­gen gel­ten die be­son­de­ren Licht­zei­chen für den Rad­ver­kehr.

Ra­deln­de El­tern Bis­lang muss­ten ra­deln­de El­tern, die Kin­der be­glei­ten, auf dem Rad­weg oder der Fahr­bahn fah­ren, wäh­rend die Kin­der mit ih­rem Rad den Fuß­weg nut­zen durf­ten. Jetzt dür­fen El­tern mit Kin­dern bis zum voll­ende­ten ach­ten Le­bens­jahr ge­mein­sam auf dem Geh­weg ra­deln.

Mo­tor­rä­der Und auch in Sa­chen Lärm­schutz tut sich et­was: Mo­tor­rä­der müs­sen sau­be­rer, si­che­rer und lei­ser sein. Ab dem neu­en Jahr wer­den nur noch Bi­kes erst­mals zu­ge­las­sen, die die Eu­ro-4-Ab­gasNorm er­fül­len, über ein On­board-Sys­tem ver­fü­gen und we­ni­ger laut auf­heu­len.

Ef­fi­zi­enz Ei­ne gu­te Nach­richt für Ver­brau­cher: Ef­fi­zi­enz­la­bel für Elek­tro­ge­rä­te sol­len aus­sa­ge­kräf­ti­ger wer­den, blei­ben aber zu­nächst ein­mal, wie sie sind, be­rich­tet die Ver­brau­cher­zen­tra­le. Zwar soll ei­ne EU-Ver­ord­nung zur Re­form der La­bel am 1. Ja­nu­ar 2017 in Kraft tre­ten, doch bis sich das im Han­del be­merk­bar macht, wird noch viel Zeit ver­ge­hen. Vor­ge­se­hen ist, dass die Ska­la künf­tig wie­der auf die Ef­fi­zi­enz­klas­sen A bis G be­schränkt wird; die Klas­sen A+ bis A+++ sol­len ent­fal­len. Fern­seh­ge­rä­te be­kom­men ein ge­än­der­tes Ef­fi­zi­enz­la­bel mit Klas­sen von A++ bis E.

Steu­ern Wie die Bun­des­steu­er­be­ra­ter­kam­mer be­rich­tet, müs­sen sich auch die Steu­er­zah­ler im kom­men­den Jahr auf Ve­rän­de­run­gen ein­stel­len. Bei­spiels­wei­se soll die An­he­bung des Gr­und­frei­be­trags von jetzt 8652 Eu­ro um 168 Eu­ro auf 8820 Eu­ro im Jahr 2017 er­fol­gen und um wei­te­re 180 Eu­ro auf 9000 Eu­ro dann 2018 vor­ge­nom­men wer­den. Der Kin­der­frei­be­trag wird von 4608 Eu­ro um 108 Eu­ro auf 4716 Eu­ro auf­ge­stockt. Für 2018 ist ei­ne wei­te­re Er­hö­hung um 72 Eu­ro auf 4788 Eu­ro vor­ge­se­hen. Für das mo­nat­li­che Kin­der­geld gilt: Es wird um je­weils zwei Eu­ro in den Jah­ren 2017 und 2018 an­ge­ho­ben; das heißt , für das 1. und 2. Kind steigt der Be­trag von 190 Eu­ro auf 192 Eu­ro und auf 194 Eu­ro im Jahr 2018. Für das 3. Kind er­höht es sich auf 198 Eu­ro im Jahr 2017 und auf 200 Eu­ro im Jah­re 2018. Für das vier­te und je­des wei­te­re Kind steigt der Be­trag von 221 Eu­ro auf 223 Eu­ro und 2018 auf 225 Eu­ro.

FOTO: TMN

Freie Fahrt: Sind kei­ne spe­zi­el­len Ra­dam­peln vor­han­den, gel­ten für Rad­ler ab 2017 nicht mehr die Fuß­gän­ger­am­peln, son­dern die Fahr­ver­kehrs­am­peln.

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