Waf­fen­ru­he in Sicht

Rheinische Post Moenchengladbach - - STIMME DES WESTENS - VON GODEHARD UHLEMANN

En­de des Bür­ger­krie­ges in Sy­ri­en! Welch ei­ne ver­hei­ßungs­vol­le Zei­le. Die Rus­sen und die Tür­ken, die in dem Kon­flikt mas­siv mit­mi­schen, ver­kün­den ei­ne Waf­fen­ru­he. Sie ist der klei­ne­re Bru­der des Frie­dens, der lang­fris­tig und auf Dau­er an­ge­legt sein muss, um die Welt end­gül­tig auf­at­men zu las­sen. Doch es geht nicht um Op­ti­mis­mus und auch nicht um des­sen ne­ga­ti­ve Schwes­ter, den Pes­si­mis­mus. Es geht um Rea­lis­mus in der Po­li­tik, und das be­deu­tet: Der Frie­dens­ver­such kann auch schei­tern.

Ei­nen ech­ten und fai­ren Frie­den für Sy­ri­en zu schaf­fen, ist äu­ßerst schwie­rig. Zu vie­le Par­tei­en mit sich aus­schlie­ßen­den For­de­run­gen und Er­war­tun­gen drän­gen an den Ver­hand­lungs­tisch. Das kann Jah­re so ge­hen, doch das darf es nicht. Es geht um Men­schen, nicht um ir­gend­wel­che Quo­ten. Und al­le soll­ten sich klar dar­über sein, dass es kein Zu­rück gibt zu den al­ten Zu­stän­den. Wer über ei­ne Frie­dens­lö­sung für Sy­ri­en re­det, der re­det über ei­ne Neu­aus­rich­tung der Re­gi­on. Sie wird mit Macht­ver­schie­bun­gen zu tun ha­ben. Auch das macht vie­len Angst. BE­RICHT

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