Gut­ach­ten und Re­gel­wut

Rheinische Post Moenchengladbach - - STIMME DES WESTENS - VON THO­MAS REI­SE­NER

Es ist nicht ver­werf­lich, wenn ei­ne Lan­des­re­gie­rung ex­ter­ne Be­ra­tung ein­kauft. Man­che Fra­ge­stel­lun­gen sind so spe­zi­ell und sel­ten, dass es sich nicht lohnt, da­für ei­ge­ne Fach­leu­te vor­zu­hal­ten. Al­le Re­gie­run­gen kau­fen Gut­ach­ten ein.

Ins Au­ge sticht al­ler­dings ei­ne in Düsseldorf be­son­ders un­glück­li­che Kor­re­la­ti­on: Der aus­ge­präg­te Gut­ach­ten­be­darf hier will so gar nicht zu dem üp­pi­gen Stel­len­auf­bau pas­sen, den die NRW-Mi­nis­te­ri­en sich seit der Re­gie­rungs­über­nah­me von Rot-Grün vor knapp sie­ben Jah­ren ge­leis­tet ha­ben. Die Zahl der Mit­ar­bei­ter dort stieg um 1255 auf jetzt 5513. Da Mi­nis­te­ri­al­be­am­te kei­ne Dumm­köp­fe sind, müss­te der Stel­len­zu­wachs ja ei­gent­lich zu mehr Kom­pe­tenz in den Häu­sern ge­führt ha­ben. War­um sinkt der Be­darf nach ex­ter­ner Be­ra­tung dann nicht?

Die Ant­wort könn­te im Hang der rot-grü­nen NRWRe­gie­rung zur Über­re­gu­lie­rung lie­gen. Wer den Mit­tel­stand nicht mit ei­nem um­ständ­li­chen Ta­rif­treue­ge­setz drang­sa­liert, braucht auch kein fast 200.000 Eu­ro teu­res Gut­ach­ten für die Lö­sung von Pro­ble­men bei der Um­set­zung. BE­RICHT

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