Oh­ne Kon­zept geht da nichts

Rheinische Post Moenchengladbach - - LOKALES -

War­um ist die Auf­re­gung um ei­ne Ver­län­ge­rung der S28 aus­ge­rech­net jetzt so groß im Kreis Vier­sen? Ei­nen kon­kre­ten An­lass, sich in die­sen Ta­gen zu po­si­tio­nie­ren, gibt es nicht. Der Grund ist sim­pel: Der­zeit sind meh­re­re ver­kehrs­po­li­ti­sche The­men im Pla­nungs­pro­zess in ei­nem fort­ge­schrit­te­nen Sta­di­um – und da kann es nicht schlecht sein, mit viel Kraft und Ver­ve die ei­ge­ne Po­si­ti­on zu un­ter­mau­ern. Mön­chen­glad­bachs Hal­tung ist rich­tig: Ein Ge­samt­kon­zept ist not­wen­dig, die S 28 kann nicht iso­liert be­trach­tet wer­den. S8Ver­län­ge­rung, Hoch­schul-Hal­te­punkt, an­de­re Ver­bin­dun­gen – al­les das ge­hört da­zu. Al­so: ru­hig Blut! die­ter.weber@Rheinische-Post.de wä­re dann das Pünkt­chen auf dem i für al­le wei­te­ren Pla­nun­gen.

Soll­te es schließ­lich zur Ver­län­ge­rung der Re­gi­o­bahn kom­men, möch­te die Stadt ge­währ­leis­tet se­hen, dass sie sich nicht fi­nan­zi­ell be­tei­li­gen muss und mit Rück­sicht auf An­woh­ner in Neu­werk kein Gü­ter­ver­kehr über die Schie­nen rollt.

Al­le die­se Vor­be­hal­te sor­gen im Kreis Vier­sen wei­ter für Ir­ri­ta­tio­nen. „Für die Vor­be­hal­te aus Mön­chen­glad­bach ge­gen die S 28 gibt es kei­ne sach­li­chen Grün­de“, sagt der Land­rat des Krei­ses Vier­sen, Andreas Coe­nen: „Wir kön­nen si­cher­stel­len, dass auf der Stre­cke kei­ne Gü­ter­zü­ge fah­ren wer­den.“Au­ßer­dem ge­be es für den Nach­barn Mön­chen­glad­bach kein fi­nan­zi­el­les Ri­si­ko mehr: „Für die De­ckung der Be­triebs­kos­ten ste­hen in­zwi­schen mehr Geld und güns­ti­ge­re Ver­tei­lungs­schlüs­sel zur Ver­fü­gung.“

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