Die Frücht­chen sind zu­rück

Für die Neu­auf­la­ge von „Tut­ti Frut­ti“ent­staubt RTL Kir­sche, Erd­bee­re und Man­da­ri­ne.

Rheinische Post Moenchengladbach - - FERNSEHEN - VON BRIT­TA SCHULTEJANS

BER­LIN (dpa) Es war schon ein star­kes Stück – da­mals in den 90er Jah­ren: nack­te Brüs­te auf den bun­des­deut­schen Bild­schir­men, fri­vo­le Frücht­chen von Blau­bee­re bis Zi­tro­ne. Mit „Tut­ti Frut­ti“hat RTL zwei­fel­los Fern­seh­ge­schich­te ge­schrie­ben. Und mehr als ein Vier­tel­jahr­hun­dert nach dem Start der deut­schen Ver­si­on der ita­lie­ni­schen Ero­tik­game­show „Col­po Gros­so“im Jahr 1990 er­in­nert RTL an den Er­folg von einst und holt die Show mit den wip­pen­den Brüs­ten für RTL Ni­tro aus der Mot­ten­kis­te. Das Er­folgs­re­zept heißt aber die­ses Mal wohl we­ni­ger Skan­dal als Nostalgie.

„Es wa­ren die le­ckers­ten, aber auch ge­wag­tes­ten Früch­te, die das TV je ge­se­hen hat­te“, wirbt der Sen­der, spricht von „se­xy Früch­te­mix“und „Kult­cha­rak­ter“. Auch in der neu­en Ver­si­on von „Tut­ti Frut­ti“wird es das Cin-Cin-Bal­lett mit „sechs se­xy Girls“ge­ben – aber eins ist an­ders: Wäh­rend Hu­go Egon Bal­der da­mals noch Hahn im Korb war, gibt es heu­te gleich zwei männ­li­che Mo­de­ra­to­ren.

Alex­an­der Wipp­recht (40), En­sem­ble-Mit­glied bei der Sa­ti­re­sen­dung „ex­tra 3“, be­kommt für die Rei­se in die Fern­seh-Ver­gan­gen­heit Un­ter­stüt­zung von je­man­dem, der sich dort ziem­lich gut aus­kennt. Jörg Dra­e­ger (71), einst in Deutsch­land eben­so be­kannt wie der Zonk, den er als Trost­preis in der Spiel­show „Geh aufs Gan­ze“ver­teil­te, macht die Sen­dung mit ihm ge­mein­sam.

Wipp­recht wird nach RTL-An­ga­ben durch die ver­schie­de­nen SpielAk­tio­nen füh­ren und sich mit den Kan­di­da­ten un­ter­hal­ten. Dra­e­ger ist für die Talk­gäs­te und die ver­schie­de­nen Rück­bli­cke zu­stän­dig.

Au­ßer­dem gibt es ein Wie­der­se­hen mit Show-As­sis­ten­tin Mo­ni­que Sluy­ter (49) und zwei ehe­ma­li­gen Frücht­chen des da­ma­li­gen Cin-CinBal­letts. „Je­de Men­ge lus­ti­ge Ak­tio- nen, viel nack­te Haut und Spiel­re­geln oh­ne Sinn“, ver­spricht der Sen­der. Ziel der Sen­dung: ein Blick auf den Slip der „Eu­ro­girls“. „Er­spielt wer­den be­kann­ter­ma­ßen Punk­te, mit de­nen die Eu­ro­girls sich ih­rer Klei­dung ent­le­di­gen. Ist ei­ne Da­me bis auf den Slip ent­klei­det, er­hält der Kan­di­dat den le­gen­dä­ren Län­der­punkt“, er­klärt RTL die eher un­durch­sich­ti­gen Spiel­re­geln.

„Das ei­gent­li­che Kon­zept ist ziem­lich ori­gi­nal­ge­treu“, sag­te Dra­e­ger. Ob das auch für die Sprü­che gilt, ist noch nicht be­kannt.

Ein Bal­der-Bei­spiel von da­mals über ei­ne Pas­ta es­sen­de Da­me: „Jetzt ist mir auch klar, wo die Run­dun­gen her­kom­men“, sag­te er in ei­ner Sen­dung 1990. „Im­mer schön Spa­ghet­ti es­sen.“Ob die­ses Kon­zept auch im Jahr 2016 noch zieht? Dra­e­ger sagt: „Das wer­den wir se­hen, wenn die Quo­ten kom­men.“ „Tut­ti Frut­ti“, RTL Ni­tro, 22.05 Uhr

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