Mer­kel warnt vor „Zerr­bil­dern“der De­mo­kra­tie

Rheinische Post Moenchengladbach - - VORDERSEITE -

BER­LIN (may-) Bun­des­kanz­le­rin An­ge­la Mer­kel (CDU) hat 2016 als „Jahr schwe­rer Prü­fun­gen“be­zeich­net. Die schwers­te sei oh­ne Zwei­fel der is­la­mis­ti­sche Ter­ro­ris­mus, sag­te sie bei der Auf­zeich­nung ih­rer Neu­jahrs­bot­schaft. Es sei „be­son­ders bit­ter und wi­der­wär­tig, wenn Ter­ror­an­schlä­ge von Men­schen be­gan­gen wer­den, die in un­se­rem Land an­geb­lich Schutz su­chen“, er­klär­te die Re­gie­rungs­che­fin. Wo po­li­ti­sche oder ge­setz­li­che Ve­rän­de­run­gen nö­tig sei­en, wer­de die Bun­des­re­gie­rung „schnells­tens die not­wen­di­gen Maß­nah­men in die We­ge lei­ten und um­set­zen“.

Mit den Bil­dern des zer­bomb­ten Alep­po in Sy­ri­en vor Au­gen dür­fe ge­sagt wer­den, „wie wich­tig und rich­tig es war, dass un­ser Land auch im zu­rück­lie­gen­den Jahr den­je­ni­gen, die tat­säch­lich un­se­ren Schutz brau­chen, ge­hol­fen hat, hier bei uns Tritt zu fas­sen und sich zu in­te­grie­ren“. Zu dem Ge­fühl, die Welt ge­ra­te aus den Fu­gen, die Eu­ro­päi­sche Uni­on sei in­fra­ge ge­stellt und die par­la­men­ta­ri­sche De­mo­kra­tie küm­me­re sich nicht um die In­ter­es­sen der Bür­ger, sag­te Mer­kel: „Was für Zerr­bil­der!“Die Deut­schen dürf­ten sich „nie­mals vor­gau­keln las­sen, ei­ne glück­li­che Zu­kunft könn­te je im na­tio­na­len Al­lein­gang lie­gen“.

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