Ge­heim­ak­ten: Bri­ten fürch­te­ten Wie­der­ver­ei­ni­gung

Rheinische Post Moenchengladbach - - POLITIK -

LON­DON (dpa) Dass die ehe­ma­li­ge bri­ti­sche Pre­mier­mi­nis­te­rin Mar­ga­ret That­cher von der Idee ei­ner deut­schen Wie­der­ver­ei­ni­gung al­les an­de­re als be­geis­tert war, ist be­kannt. Wie stark ihr Wi­der­wil­len tat­säch­lich war, ist seit ges­tern in bis­lang un­ter Ver­schluss ge­hal­te­nen Do­ku­men­ten nach­zu­le­sen. Das bri­ti­sche Staats­ar­chiv ver­öf­fent­lich­te in­ter­ne Re­gie­rungs­do­ku­men­te aus den 80er Jah­ren und dem Jahr 1990. Dar­aus geht her­vor, dass That­cher von ih­ren Be­ra­tern nur mit Mü­he über­zeugt wer­den konn­te, das wie­der­ver­ei­nig­te Deutsch­land als Ver­bün­de­ten zu be­trach­ten. Aus den Do­ku­men­ten geht auch her­vor, dass in Groß­bri­tan­ni­en gro­ße Un­si­cher­heit dar­über herrsch­te, ob ein wie­der­ver­ei­nig­tes Deutsch­land zu sei­ner ag­gres­si­ven Po­li­tik aus der ers­ten Hälf­te des 20. Jahr­hun­derts zu­rück­keh­ren wür­de.

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