Sil­ves­ter­b­öl­ler zer­stö­ren Au­tos und Ga­ra­ge

Rheinische Post Moenchengladbach - - GESELLSCHAFT -

BER­LIN (RP) Be­reits ei­nen Tag vor dem Jah­res­wech­sel ver­zeich­ne­te die Po­li­zei bun­des­weit et­li­che Ein­sät­ze we­gen Sach­be­schä­di­gun­gen durch mut­wil­li­gen und nach­läs­si­gen Um­gang mit Sil­ves­ter­b­öl­lern. So brann­ten in Ber­lin-Fried­richs­hain drei Fahr­zeu­ge kom­plett aus. Die Ur­sa­che war laut Po­li­zei ei­ne Sil­ves­ter­ra­ke­te. In Duis­burg war­fen un­be­kann­te Tä­ter ei­nem Mer­ce­des-Fah­rer ei­nen Feu­er­werks­kör­per durch die ge­öff­ne­te Fens­ter­schei­be ins Au­to. Be­vor der Fah­rer an­hal­ten konn­te, ex­plo­dier­te der Böl­ler im Be­reich des Fah­rer­sit­zes. Der Mann kam mit leich­ten Ver­let­zun­gen da­von. We­ni­ger Glück hat­ten drei jun­ge Män­ner und ei­ne Frau in Schwab­hau­sen in Bay­ern. Beim Ver­such, mit Che­mi­ka­li­en ei­ge­ne Böl­ler zu bas­teln, ex­plo­dier­te ei­ne Ga­ra­ge. Ein 22-Jäh­ri­ger wur­de da­bei le­bens­be­droh­lich ver­letzt.

Schwer ver­letzt wur­de auch ei­ne Sie­ben­jäh­ri­ge in Sehn­de bei Han­no­ver. Nach ers­ten Er­mitt­lun­gen hat­te ei­ne 14 Jah­re al­te Freun­din dem Mäd­chen ei­nen an­ge­zün­de­ten Knal­ler in den Aus­schnitt ge­steckt. Die Jün­ge­re ha­be ver­sucht, sich von dem „Ster­nen­krei­sel“zu be­frei­en, die­ser ging je­doch los. In Es­sen wur­de ein Böl­ler aus ei­nem fah­ren­den Au­to ge­gen den Wa­gen ei­ner Po­li­zei­Ein­satz­hun­dert­schaft ge­wor­fen und ex­plo­dier­te an der Fah­rer­tür. Die Po­li­zei stopp­te den Wa­gen. Im Kof­fer­raum fan­den sich meh­re­re Pa­ke­te Böl­ler oh­ne BAM-Prüf­sie­gel. Die Py­ro­tech­nik wur­de be­schlag­nahmt.

Dies ge­schah auch mit 1200 il­le­ga­len Böl­lern, die ein 44-Jäh­ri­ger per Au­to in Bay­ern über die tsche­chi­sche Gren­ze ge­bracht hat­te. In Hett­stedt in Sach­sen-An­halt stell­te die Po­li­zei in ei­nem Ge­schäft 900 il­le­ga­le Ra­ke­ten si­cher.

FO­TO: DPA

Nach bis­he­ri­gen Er­kennt­nis­sen der Po­li­zei hat­te ein Sil­ves­ter-Böl­ler die­se Fahr­zeu­ge in Ber­lin in Flam­men ge­setzt.

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