Se­vil­las Ko­lod­zie­jcz­ak soll „mit ei­nem Bein bei Glad­bach“sein

Der Fran­zo­se spielt beim Eu­ro­pa-Le­ague-Sie­ger kei­ne Rol­le mehr und hat Lust auf ein neu­es Land in sei­ner Pro­fi­kar­rie­re.

Rheinische Post Moenchengladbach - - SPORT LOKAL - VON JAN­NIK SORGATZ

Dass Bo­rus­sia den ers­ten Zu­gang in der Win­ter­pau­se be­kannt­gibt, ist of­fen­bar nur noch ei­ne Fra­ge der Zeit. Ei­ne spa­ni­sche Sport­zei­tung, die auch zu­erst vom an­geb­li­chen In­ter­es­se der Glad­ba­cher be­rich­tet hat­te, schreibt, dass der Ver­ein sich mit dem FC Se­vil­la we­gen ei­nes Wech­sels von Ti­mo­thée Ko­lod­zie­jcz­ak ei­nig sei. Laut „AS“sei der Fran­zo­se be­reits „mit ei­nem Fuß bei Glad­bach“. Er müs­se nur noch sein Ge­halt mit Bo­rus­sia aus­han­deln, zwi­schen den Klubs sei ei­ne Ab­lö­se zwi­schen acht und zehn Mil­lio­nen Eu­ro ver­ein­bart wor­den.

Die Sum­me wä­re markt­ge­recht bei ei­nem 25-jäh­ri­gen Links­fuß, der zwei­mal die Eu­ro­pa Le­ague ge­won- nen hat, Cham­pi­ons-Le­ague-Er­fah­rung mit­bringt und sich be­wusst of­fen zeigt für ei­nen Wech­sel in ein an­de­res Land. „Ich bin be­reit“, hat­te Ko­lod­zie­jcz­ak be­reits An­fang De­zem­ber im In­ter­view mit der fran­zö­si­schen Zei­tung „Le Pro­grès“ge­sagt. Al­ler­dings be­rich­tet das tür­ki­sche Sport­por­tal „Fo­to­mac“, dass auch Be­sik­tas Istan­bul in­ter­es­siert sei. Hier dürf­te aber Bo­rus­sia die Na­se vorn ha­ben.

Ein Wech­sel an den Nie­der­rhein müss­te aber nicht be­deu­ten, dass Ko­lod­zie­jcz­ak je­ner Mann wä­re, der „ei­ne ganz in­ter­es­san­te Ge­schich­te hat“, wie Sport­di­rek­tor Max Eberl in ei­nem In­ter­view mit der „West­deut­schen Zei­tung“vor ein paar Wo­chen sei­nen Wunsch-Kan­di­da­ten um­schrie­ben hat­te. Denn ab­ge­se­hen von sei­nen Er­fol­gen in der Eu­ro­pa Le­ague und der Tat­sa­che, dass er schon zwei­mal mit Se­vil­la im Bo­rus­sia-Park zu Gast war, hat Ko­lod­zie­jcz­ak nicht un­be­dingt ei­ne Vi­ta, die sich stark von an­de­ren ab­hebt.

„Wir ha­ben et­was im Kopf, was wir ma­chen wol­len. Lei­der stellt es sich mo­men­tan et­was schwie­ri­ger dar, als wir uns das er­hofft ha­ben“, sag­te Eberl vor ein paar Ta­gen im In­ter­view mit dem ver­eins­ei­ge­nen „Foh­len.tv“. „Al­ler­dings ist das auch nicht ver­wun­der­lich, weil wir über ei­nen Spie­ler mit gro­ßer Qua­li­tät spre­chen. Es gilt jetzt, um die­sen Spie­ler zu kämp­fen. Wir wer­den nicht lo­cker las­sen und ver­su­chen, die­sen Trans­fer zu rea­li­sie­ren.“Auch das klingt we­ni­ger nach Ko­lod­zie­jcz­ak als nach dem „Mr. X“, der das Füh­rungs­spie­ler-Va­ku­um in Bo­rus­si­as Mit­tel­feld­zen­tra­le fül­len könn­te.

In Da­vie Sel­ke schwirrt seit ein paar Ta­ge ein Na­me her­um, der gar nicht ins ak­tu­el­le Such­pro­fil passt. Glad­bachs neu­er Coach Die­ter He­cking setzt zwar ger­ne auf Mit­tel­stür­mer-Ty­pen wie den 21-Jäh­ri­gen von RB Leip­zig. Doch we­der dürf­te Bo­rus­sia mehr als 15 Mil­lio­nen Eu­ro für ihn be­zah­len noch hat Leip­zig Be­darf, sei­ne zwei­te Rei­he aus­zu­dün­nen. Au­ßer­dem ist Jo­sip Dr­mic wie­der be­reit.

Wahr­schein­lich ist es, dass bald al­les klar ist mit Ko­lod­zie­jcz­ak. Dann blie­be bis zum Spiel beim SV Darm­stadt am 21. Ja­nu­ar 2017 ge­nü­gend Zeit für Aus­spra­che- und Recht­schrei­b­übun­gen.

FO­TO: IMA­GO

Den Bo­rus­sia-Park kennt Ti­mo­thée Ko­lod­zie­jcz­ak be­reits. 2015 war er mit dem FC Se­vil­la zwei­mal in der Eu­ro­pa und der Cham­pi­ons Le­ague zu Gast.

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