„Kein schö­ner Land“in Tel Aviv

Das is­rae­li­sche Pu­bli­kum nahm das selbst­kri­ti­sche Stück mit Be­geis­te­rung auf.

Rheinische Post Moenchengladbach - - LOKALE KULTUR -

(isch) Auf Ein­la­dung des Came­ri Thea­ters hat das Ge­mein­schafts­thea­ter das Stück „Kein schö­ner Land“von Lothar Kitt­stein und Hü­sey­in Michael Cir­pi­ci in Tel Aviv auf­ge­führt. Das Gast­spiel fand im Rah­men des 8. In­ter­na­tio­na­len Ha­noch Le­vin Fes­ti­vals statt und wur­de vom ört­li­chen Goe­the-In­sti­tut un­ter­stützt.

„Das ist wie ein Sech­ser im Lot­to“, schwärmt Re­gis­seur Matthias Gehrt. „In­ner­halb ei­nes Jah­res wur­den wir zu zwei gro­ßen in­ter­na­tio­na­len Fes­ti­vals ein­ge­la­den. Erst im Som­mer sind wir mit der ‚Ores­tie‘ nach Zy­pern ge­reist, jetzt durf­ten wir in Is­ra­el un­ser Stück zum The­ma Flücht­lin­ge zei­gen. Ein Rie­sen­glück!“Für den Schau­spiel­di­rek­tor lohnt es sich kaum, sei­ne Kof­fer aus­zu­pa­cken, denn am 2. Ja­nu­ar fliegt er er­neut nach Tel Aviv, um am Tmu­na Thea­ter „Drau­ßen vor der Tür“von Wolf­gang Bor­chert zu in­sze­nie­ren.

„Die Neu­gier auf das En­sem­ble aus Deutsch­land, das sich mit ei­nem Stück über ei­nes der wich­tigs­ten The­men der Ge­gen­wart, Flücht­lin­ge, prä­sen­tiert, war un­glaub­lich groß“, er­zählt Matthias Gehrt. Dass sich das deut­sche Thea­ter so selbst­kri­tisch, selbst­iro­nisch und hu­mor­voll da­mit be­schäf­ti­ge, ha­be das is­rae­li­sche Pu­bli­kum sehr po­si­tiv und be­geis­tert auf­ge­nom­men.

Vie­le Zu­schau­er, dar­un­ter is­rae­li­sche In­tel­lek­tu­el­le und Künst­ler, zoll­ten Matthias Gehrt und sei­nem Team vom Nie­der­rhein viel An­er­ken­nung für ih­re künst­le­ri­sche Aus­ein­an­der­set­zung mit der Flücht­lings­pro­ble­ma­tik.

FO­TO: STUTTE

Ju­bril Su­lai­mon spielt den Flücht­ling, der im Chor mit­sin­gen will.

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