Über­le­ben in der kar­gen Wüs­te

Rheinische Post Moenchengladbach - - KINDERSEITE -

Im süd­li­chen Afri­ka herr­schen ex­tre­me Le­bens­be­din­gun­gen für Pflan­zen und Tie­re. So scheint es in der Na­mib­wüs­te in Na­mi­bia auf den ers­ten Blick nur Sand zu ge­ben. Ein Tier aber kann man bei sei­nen Wan­de­run­gen durch die­ses un­wirt­li­che Ge­biet be­ob­ach­ten. Der Spieß­bock, ei­ne bis zu 250 Ki­lo­gramm schwe­re An­ti­lo­pe, ist ein Über­le­bens­künst­ler. Wo es kein Was­ser gibt, fin­det er dank sei­nes her­vor­ra­gen­den Ge­ruch­sinns Pflan­zen, die das kost­ba­re Nass in den Blät­tern oder un­ter­ir­di­schen Knol­len ge­spei­chert ha­ben. Ob- wohl ei­ni­ge die­ser Pflan­zen gif­tig sind, kann der Spieß­bock sie pro­blem­los fres­sen und so sei­ne lan­gen Mär­sche durch das kar­ge Land über­ste­hen. Spieß­bö­cke le­ben in Her­den von bis zu 50 Tie­ren. Nur die äl­te­ren Männ­chen sind Ein­zel­gän­ger. Bei Kämp­fen ge­gen an­de­re Männ­chen wer­den die bis zu ein­ein­halb Me­ter lan­gen, spit­zen Hör­ner ein­ge­setzt – meist je­doch so, dass sich kei­ner ver­letzt. An­ders ist es, wenn ein Spieß­bock von Lö­wen, Hyä­nen oder an­de­ren Raub­tie­ren an­ge­grif­fen wird, dann kämpft er mit al­lem, was er hat.

FO­TO: PRI­VAT

Der Spieß­bock kann pro­blem­los gif­ti­ge Pflan­zen fres­sen.

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