Die Jah­res­ab­rech­nung kann trotz klei­ne­rer Feh­ler gül­tig sein.

Rheinische Post Moenchengladbach - - HOCHSCHULE - (

tmn) Ein Feh­ler macht die Jah­res­ab­rech­nung für Ei­gen­tü­mer­ge­mein­schaf­ten nicht zwin­gend un­gül­tig. Das ist nur dann der Fall, wenn er Aus­wir­kun­gen auf die ge­sam­te Rech­nung hat. Lässt sich ein falsch er­stell­ter Kos­ten­punkt aber klar von an­de­ren Kos­ten ab­gren­zen, gilt der Rest der Rech­nung wei­ter. Wer ge­gen ei­ne Jah­res­ab­rech­nung klagt, soll­te da­her im Zwei­fel nur die strit­ti­gen Punk­te an­fech­ten. Das rät die Ar­beits­ge­mein­schaft Miet­recht und Im­mo­bi­li­en des Deut­schen An­walt­ver­eins (DAV) mit Blick auf ein Ur­teil des Land­ge­richts Frank­furt am Main (Az.: 2 - 13 S172/14).

In dem Fall ging es um falsch auf­ge­teil­te Kos­ten in der Jah­res­ab­rech­nung ei­ner Ei­gen­tü­mer­ge­mein­schaft: Der Ver­wal­ter hat­te da­bei das Ver­ur­sa­cher­prin­zip an­ge­wandt. Zah­len muss­ten al­so nur die Ei­gen­tü­mer, die Kos­ten ver­ur­sacht hat­ten. Die Ei­gen­tü­mer hat­ten aber fest­ge­legt, Kos­ten grund­sätz­lich nach Mie­tei­gen­tums­an­tei­len um­zu­le­gen.

Ein Ei­gen­tü­mer klag­te des­halb ge­gen die Jah­res­ab­rech­nung – und be­kam zu­nächst auch Recht: Weil der Feh­ler aber nur ei­nen klei­nen Teil be­tref­fe, sei der Groß­teil der Rech­nung nicht zu be­an­stan­den. Der Klä­ger muss­te da­her fast die ge­sam­ten Kos­ten des Rechts­streits tra­gen.

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