MEL­DUN­GEN

Rheinische Post Moenchengladbach - - KULTUR -

Köln (dpa) Schup­pen­flech­te ist ei­gent­lich ei­ne Haut­krank­heit. Sie er­höht bei Kin­dern al­ler­dings auch das Ri­si­ko, an­de­re Krank­hei­ten wie et­wa Blut­hoch­druck, Dia­be­tes oder Rheu­ma zu ent­wi­ckeln. Re­gel­mä­ßi­ge Kon­trol­len sind des­halb bei die­sen Kin­dern be­son­ders wich­tig, er­klärt der Be­rufs­ver­band der Kin­de­r­und Ju­gend­ärz­te (BVKJ). Zwi­schen dem neun­ten und elf­ten so­wie dem 17. und 21. Le­bens­jahr soll­te der ge­sam­te Fett­stoff­wech­sel – al­le Cho­le­ste­rin­wer­te so­wie die Trigly­ze­ri­de – gründ­lich über­prüft wer­den. Ist das Kind über­ge­wich­tig, er­folgt am bes­ten al­le drei Jah­re ein Zu­cker­test. Schup­pen­flech­te ist meist äu­ßer­lich sicht­bar, was be­trof­fe­ne Kin­der häu­fig auch psy­chisch be­las­tet. De­pres­sio­nen, Angs­ter­kran­kun­gen und Süch­te kom­men bei die­sen Kin­dern häu­fi­ger vor als bei ge­sun­den Kin­dern und Ju­gend­li­chen. Schon beim ge­rings­ten Ver­dacht soll­ten El­tern des­halb mit dem be­han­deln­den Arzt, ei­nem Psych­ia­ter oder Psy­cho­the­ra­peu­ten spre­chen. Ei­ne frü­he Be­hand­lung ist sinn­voll, um ein Fort­schrei­ten der Er­kran­kung zu ver­hin­dern und Fol­ge­er­kran­kun­gen zu ver­mei­den. www.kin­de­ra­erz­te-im-netz.de Lan­gen (dpa) Der bei Mul­ti­pler Sk­le­ro­se (MS) ein­ge­setz­te Wirk­stoff Da­cli­zu­m­ab steht im Ver­dacht, die Le­ber zu schä­di­gen. Die zu­stän­di­gen Be­hör­den über­prü­fen in Eu­ro­pa und Deutsch­land das mit die­sem Wirk­stoff ar­bei­ten­de Me­di­ka­ment Zin­bry­ta. Der Her­stel­ler Bio­gen emp­fiehlt un­ter­des­sen, Da­cli­zu­m­ab nicht mehr bei Pa­ti­en­ten ein­zu­set­zen, de­ren Le­ber be­reits vor­ge­schä­digt ist, und rät, die Le­ber­wer­te der Pa­ti­en­ten re­gel­mä­ßig zu kon­trol­lie­ren. In ei­nem so­ge­nann­ten Ro­te-Han­dB­rief wird die In­di­ka­ti­on ent­spre­chend ein­ge­schränkt. Das für Impf­stof­fe und bio­me­di­zi­ni­sche Arz­nei­mit­tel zu­stän­di­ge Paul-Ehr­li­chBun­des­in­sti­tut im hes­si­schen Lan­gen stell­te die In­for­ma­tio­nen ges­tern auf sei­ner In­ter­net­sei­te ein. Ärzte wer­den ge­be­ten: „Bit­te über­prü­fen Sie um­ge­hend für je­den ih­rer Pa­ti­en­ten, der der­zeit Da­cli­zu­m­ab an­wen­det, ob die­ses Arz­nei­mit­tel wei­ter­hin ei­ne ge­eig­ne­te Be­hand­lung für die­sen Pa­ti­en­ten ist.“Die Eu­ro­päi­sche Arz­nei­mit­telagen­tur EMA hat­te die Über­prü­fung des Wirk­stoffs ein­ge­lei­tet, nach­dem ei­ne Pa­ti­en­tin wäh­rend ei­ner Stu­die an ei­ner Le­ber­in­suf­fi­zi­enz ge­stor­ben war.

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