Die Stadt trau­ert um Ar­chi­var Chris­ti­an Wolfs­ber­ger

Rheinische Post Moenchengladbach - - LOKALES -

(isch) Die Stadt Mön­chen­glad­bach trau­ert um Chris­ti­an Wolfs­ber­ger. Der pro­mo­vier­te Lei­ter des Stadt­ar­chivs ist am 1. Au­gust nach lan­ger schwe­rer Krank­heit im Al­ter von 47Jah­ren ge­stor­ben. Wolfs­ber­ger, der 1970 in Würz­burg ge­bo­ren wur­de, hat­te das Mön­chen­glad­ba­cher Archiv seit Sep­tem­ber 2004 ge­lei­tet.

Für Wolfs­ber­ger, der an der Ju­li­usMa­xi­mi­li­ans-Uni­ver­si­tät in sei­ner Ge­burts­stadt Ge­schich­te und Po­li­ti­sche Wis­sen­schaft stu­diert hat­te, be­vor er die Aus­bil­dung für den hö­he­ren Di­enst im Ar­chiv­we­sen ab­sol­vier­te, war das Stadt­ar­chiv nicht we­ni­ger als „das Ge­dächt­nis der Stadt, Ort der For­schung, Er­in­ne­rungs­ort und Lern­ort für jun­ge Ge­ne­ra­tio­nen zugleich“. Er war aber mit sei­nem Ar­chiv­team nicht nur Sach­wal­ter von mehr als vier Ki­lo­me­tern Ak­ten, die das so­zia­le, wirt­schaft­li­che und kul­tu­rel­le Le­ben der Stadt do­ku­men­tie­ren, so­wie 80.000 his­to­ri­schen Bil­dern, Fotos und Post­kar­ten.

Bei Vor­trä­gen, Füh­run­gen, in zahl­rei­chen Ar­ti­keln und Ko­lum­nen und nicht zu­letzt als Au­tor und Her­aus­ge­ber von Bü­chern zur Mön­chen­glad­ba­cher Stadt­ge­schich­te ge­lang es ihm im­mer wie­der, Men­schen für his­to­ri­sche The­men zu be­geis­tern. Wer zur Hei­mat- oder Fa­mi­li­en­ge­schich­te for­schen woll­te, war in sei­nem Haus an der rich­ti­gen Adres­se.

Sei­ne heim­tü­cki­sche Krebs­er­kran­kung band ihn lan­ge ans Kran­ken­bett. In den letz­ten Wo­chen wur­de er pal­lia­tiv ver­sorgt. Chris­ti­an Wolfs­ber­ger starb im Ho­s­piz St. Chris­to­pho­rus an der Rat­haus­stra­ße. Bei­ge­setzt wird er in sei­ner Hei­mat­stadt Würz­burg.

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