Sor­ge we­gen Be­bau­ung am Loos­hof wohl un­be­grün­det

Rheinische Post Moenchengladbach - - LOKALES - VON DE­NI­SA RICH­TERS

Die Hon­schaft heißt zwar Stadt, in sei­nem Be­reich ist Mön­chen­glad­bach aber ex­trem dörf­lich: Drum­her­um sind Äcker, Fel­der und Na­tur­schutz­ge­bie­te, Kü­he ste­hen auf der Wei­de, zwi­schen all dem ei­ni­ge Häu­ser, ei­ni­ge noch land­wirt­schaft­lich be­trie­ben. Seit ei­ni­gen Wo­chen herrscht je­doch Auf­re­gung statt Dor­fidyl­le. Der Grund sind ei­ni­ge Grund­stü­cke im Au­ßen­be­reich am Loos­hof in Schel­sen und der Hon­schaft na­mens Stadt. Die sind im Be­sitz der städ­ti­schen Ent­wick­lungs­ge­sell­schaft EWMG – und es stand die Ver­mu­tung im Raum, sie wür­den bald be­baut wer­den.

Ha­jo Sie­mes, Grü­nen-Frak­ti­ons­spre­cher in der Be­zirks­ver­tre­tung Ost, be­tont, dass es ei­nen al­ten Aus­füh­rungs­plan gibt und schon ein­mal ein lo­ka­ler Bau­un­ter­neh­mer ver­sucht ha­be, die Grund­stü­cke zu be­bau­en. „Dies ist da­mals ge­schei­tert.“Nun sei of­fen­bar Ähn­li­ches ge­plant mit ei­nem In­ves­tor aus Sons­beck. Sie­mes ver­weist dar­auf, dass in Mön­chen­glad­bach der Grund­satz „In­nen­be­bau­ung vor Au­ßen­be­bau­ung“gel­te, dies aber wä­re „ein nicht nach­voll­zieh­ba­rer Ein­griff in die Na­tur“. Zu­dem droh­ten Land­wir­te be­reits mit recht­li­chen Schrit­ten: Sie fürch­ten, dass künf­ti- ge Be­woh­ner ge­gen die Emis­sio­nen vor­ge­hen könn­ten.

Ul­rich Schück­haus, Chef der EWMG, kann die­se Sor­ge ver­ste­hen, be­tont aber, dass noch nichts Kon­kre­tes ge­plant sei. Die EWMG las­se le­dig­lich prü­fen, ob und wie ih­re Grund­stü­cke in die­sem Be­reich ge­nutzt wer­den könn­ten. Es sei ein Gut­ach­ten in Auf­trag ge­ge­ben wor­den, ob Be­bau­ung auf die­ser Flä­che denk­bar und mit den Emis­sio­nen aus der Land­wirt­schaft ver­ein­bar wä­re. Da­bei soll­te es um sechs bis ma­xi­mal acht Häu­ser mit ex­trem gro­ßen Grund­stü­cken ge­hen, auf de­nen zum Bei­spiel auch Pfer­de­hal­tung mög­lich wä­re. Das Er­geb­nis des Gut­ach­tens ste­he noch aus. „Wir ma­chen nichts oh­ne das Ein­ver­neh­men mit den Nach­barn“, ver­si­chert Schück­haus. „We­gen der bau­recht­li­chen Rah­men­be­din­gun­gen se­hen wir das eher kri­tisch.“

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