Kri­mi­nel­le ab­schie­ben

Rheinische Post Moenchengladbach - - STIMME DES WESTENS - VON CHRIS­TI­AN SCHWERDTFEGER

Die Mar­sch­rich­tung des neu­en NRW-In­te­gra­ti­ons­mi­nis­ters in der Ab­schie­be­po­li­tik ist rich­tig. Gut in­te­grier­ten Aus­län­dern, die Deutsch spre­chen, ei­ne Ar­beits­stel­le ha­ben, Steu­ern zah­len und sich nichts zu Schul­den ha­ben kom­men las­sen, muss ei­ne dau­er­haf­te Blei­be­per­spek­ti­ve ge­bo­ten wer­den. Sie sol­len nicht mit der Angst le­ben müs­sen, je­den Tag ab­ge­scho­ben wer­den zu kön­nen.

Doch vie­le Aus­län­der­be­hör­den ha­ben es ge­nau auf die­se gut In­te­grier­ten ab­ge­se­hen, weil sie in der Re­gel über Aus­weis­do­ku­men­te ver­fü­gen und des­halb leicht in ih­re Hei­mat­län­der zu­rück­ge­schickt wer­den kön­nen – wie zum Bei­spiel auch der Fall der Duis­bur­ger Schü­lern Biv­si und ih­rer El­tern ge­zeigt hat.

Die­se Pra­xis muss auf­hö­ren. Es darf nicht län­ger sein, dass Aus­län­der da­für be­straft wer­den, dass sie sich in­te­griert ha­ben. Und dass kri­mi­nel­le Aus­län­der und Ge­fähr­der blei­ben kön­nen, weil sie kei­ne Pa­pie­re ha­ben und ih­re Hei­mat­staa­ten sie des­halb nicht auf­neh­men. Künf­tig muss da­her – bis auf Aus­nah­men – gel­ten: Wer sich nicht aus­wei­sen kann, darf auch nicht nach Deutsch­land ein­rei­sen. BE­RICHT

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