Mer­kens auch auf dem Stimm­zet­tel ein Mann

Rheinische Post Moenchengladbach - - LOKALES -

(gap) Mit ei­nem ge­stri­che­nen „In“ha­ben die Lin­ken in Mön­chen­glad­bach den Lan­des­wahl­aus­schuss in der Som­mer­pau­se be­schäf­tigt. Der muss­te sich ges­tern näm­lich in ei­ner Sit­zung mit den zwei feh­len­den Buch­sta­ben be­fas­sen. Der Kreis­wahl­aus­schuss Mön­chen­glad­bach hat­te die Be­rufs­be­zeich­nung von Bun­des­tags­kan­di­dat Se­bas­ti­an Mer­kens ge­än­dert: Aus „Er­zie­he­rIn“wur­de „Er­zie­her“. Mer­kens ist zwar ein Mann und be­zeich­net sich selbst auch als Er­zie­her, aber bit­te nicht bei der Ver­öf­fent­li­chung im Rah­men des Ver­fah­rens zur Bun­des­tags­wahl. Auf dem Stimm­zet­tel sol­le bit­te „Er­zie­he­rIn“un­ter sei­nem Na­men ste­hen, ver­lang­te er. Weil die Lin­ken die an­ge­streb­te Ge­schlech­ter­ge­rech­tig­keit in Ge­fahr sa­hen, leg­te Ver­trau­ens­per­son Erik Jan­sen Ein­spruch ge­gen die nicht gen­der­kon­for­me Be­zeich­nung ein. In Düsseldorf be­rei­te­te die Be­schwer­de ges­tern al­ler­dings we­nig Kopf­schmer­zen. Das ge­stri­che­ne „In“stel­le kei­ne Zu­rück­wei­sung des Kreis­wahl­vor­schlags dar, son­dern sei ei­ne zur spä­te­ren In­for­ma­ti­on der Wahl­be­rech­tig­ten ge­bo­te­ne Kor­rek­tur, teil­te der Lan­des­wahl­lei­ter mit. Und so bleibt Mer­kens auch auf dem Stimm­zet­tel ein Mann.

FO­TO: LIN­KE

Bun­des­tags­kan­di­dat der Lin­ken, Se­bas­ti­an Mer­kens.

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