Und was ist mit mir?

Für Re­gio­nal­de­kan Ul­rich Clan­cett macht der Die­sel-Gip­fel deut­lich, was pas­siert, wenn nicht ge­tan wird, was zu tun ist. Da­bei neh­men wir es doch selbst manch­mal mit der Wahr­heit nicht so ge­nau.

Rheinische Post Moenchengladbach - - LOKALES - VON UL­RICH CLAN­CETT DER AU­TOR IST KATHOLISCHER PFAR­RER IN ST. JA­KO­BUS JÜ­CHEN UND RE­GIO­NAL­DE­KAN.

mein­de. 15.30 an­gli­ka­ni­scher GD, 18. Sa. 17.45. Sa. 18.15, So. 11. So. 9.30. So. 10, 14.30 der viet­na­me­si­schen Ge­mein­de. Sa. 17. So. 11. Sa. 17, So. 9.30 im Kran­ken­haus. Sa. 18.30. Sa. 17, So. 9.30. Sa. 18.30, So. 11. So. 10. Sa. 10.30 im Al­ten­heim, 18.30 in Pol­nisch und Deutsch, So. 11, 12.30 in Pol­nisch. So. 10, 17 in Spa­nisch, 19. So. 11.30. Sa. 18. Sa. 18, So. 11.15. Sa. 16. So. 11.15. Sa. 17, So. 10. Sa. 17, So. 10. So. 11.30. So. 17.30. Fr. 10. Sa. 17.15. Sa. 17.15. Sa. 18, So. 7.30, 8.30 in der Schloss­ka­pel­le Dyck, 10, 18. So. 10.45. So. 10.45. So. 8.30. So. 9.30. Sa. 18.45 FG, So. 11 in der Nie­der­rhein­kli­nik, 11.30. Sa. 17.15, So. 10. Sa. 17.15, So. So. 8.30. 11.30. So. 10. So. 10. So. 9. So. 10.15 der kroa­ti­schen GeSo. 9, 12.15, Sa. 18, So. 11. Sa. 18, So. Sa. 18. Sa. 17, So. 11. So. 9.30. Sa. 18, So. So. 11. Sa. 19. So. 10. Sa. 17.30. . So. 9.30. So. 19.30. Da wä­re ich ja zu ger­ne da­bei ge­we­sen: Auf der ei­nen Sei­te die, die vor­ge­ben, sich an Recht und Ge­setz zu hal­ten, es aber nicht tun. Auf der an­de­ren Sei­te die, die die von der ei­nen Sei­te kon­trol­lie­ren müs­sen, es aber ge­nau­so we­nig tun, wie die­se sich an Recht und Ge­setz hal­ten. Im Stamm­tisch-Jar­gon wird fest­ge­hal­ten: Die kannst du in ei­nen Sack ste­cken und mit dem Knüp­pel drauf­hau­en – du triffst im­mer den Rich­ti­gen. Dass die ge­fun­de­nen Lö­sun­gen, leich­te Selbst­ver­ständ­lich­kei­ten, als gro­ßer Er­folg ver­kauft wur­den, mag dem Wahl­kampf ge­schul­det sein – sie re­gen eher zu ei­nem mü­den Lä­cheln an, als dass man sie wirk­lich ei­nen Fort­schritt nen­nen könn­te...

Nein, ich möch­te Sie als ge­neig­tem Le­ser nicht mit der x-ten Ana­ly­se des so­ge­nann­ten „Die­sel-Gip­fels“lang­wei­len. Aber ich möch­te mir schon die Fra­ge er­lau­ben: Was pas­siert da ge­ra­de in un­se­rem Land? Was hat da­zu ge­führt, dass wir nun vor ei­nem rie­si­gen Scher­ben­hau­fen ste­hen?

Uns Deut­schen wur­de im­mer nach­ge­sagt, wir sei­en der Aus­bund an Kor­rekt­heit, Zu­ver­läs­sig­keit und Prä­zi­si­on. Das Volk der „Dich­ter und Den­ker“. Men­schen al­so, die mit ih­rem gro­ßen in­tel­lek­tu­el­len Po­ten­zi­al die ge­sam­te Mensch­heit im­mer wie­der nach vor­ne ge­bracht ha­ben. Kun­ge­lei – un­denk­bar. Ge­set­zes­un­treue – un­denk­bar, mit dem al­ten Bild vom Preu­ßen un­ver­ein­bar. Das wa­ren Din­ge, die sie­del­te man (zu­min­dest noch in mei­ner Ju­gend­zeit) in ir­gend­wel­chen süd­li­chen Ba­na­nen­re­pu­bli­ken an – aber doch nicht bei uns in Deutsch­land! Nein, bei uns geht das im­mer ge­ra­de­aus, nach Recht und Ge­setz. Nie­mand hat sich dar­über zu stel­len. Und jetzt so et­was: Kon­zer­ne wie BMW, Daim­ler und Volks­wa­gen, so ty­pi­sche Syn­ony­me für deut­sche Qua­li­täts- und Prä­zi­si­ons­ar­beit wie der Tan­nen­baum für das Weih­nachts­fest, kun­geln of­fen­bar, tun nicht das, was sie müss­ten, ge­ben es aber dreist vor. Und die Po­li­tik? Sie tut eben­falls nicht das, was sie tun müss­te, gibt es aber ge­nau­so dreist vor. Wenn man da nicht von ei­nem Kul­tur- und Sit­ten­ver­fall spre­chen kann... Was macht das aber mit mir? Da dür­fen Fra­gen durch­aus be­rech­tigt ge­stellt wer­den: Tue ich das, was ich muss? Und – wenn nein: Ge­be ich dann trotz­dem dreist vor, es zu tun?

Pas­siert nicht? – Schau­en Sie mal in den ganz nor­ma­len täg­li­chen Wahn­sinn: Die ge­neh­mig­te Bau­pla­nung et­wa, in der so man­ches, was ei­gent­lich ge­baut wer­den soll, nicht er­scheint. Oder die Steu­er­er­klä­rung: Wie vie­le Au­gen wer­den da im­mer noch zu­ge­macht – auch im Zeit­al­ter von Steu­er-CDs? Oder die Flücht­lings­wel­le: Be­ar­bei­ten wir uns da nicht, ge­fes­selt von ei­nem kaum durch­dring­ba­ren Ge­set­zesund Vor­schrif­ten-Dschun­gel, zu To­de, kön­nen un­se­ren ei­ge­nen An­sprü­chen nicht mehr ge­recht wer­den?

In vie­len Le­bens­be­rei­chen scheint mir das zu ei­nem Grund­pro­blem ge­wor­den zu sein: Da wer­den Zie­le for­mu­liert und fest­ge­legt – oh­ne rea­lis­tisch dar­über nach­zu­den­ken, wie sie denn zu er­rei­chen sein könn­ten. Und dann wird un­barm­her­zig auf al­les ein­ge­prü­gelt, was der Er­rei­chung die­ser Zie­le ent­ge­gen­steht. Sel­ten aber ge­lingt der Blick in den Spie­gel: Ha­be ich denn das Mei­ne da­zu bei­ge­tra­gen, dass das Ziel ge­lin­gen, er­reicht wer­den kann? Wie sehr ha­be ich mich auf an­de­re ver­las­sen – die viel­leicht ge­nau­so über­for­dert sind wie ich selbst?

Je­sus hat das in ei­nen, wie ich fin­de, in­ter­es­san­ten Satz ge­packt: „Lie­be dei­nen Nächs­ten – wie dich selbst.“Den zwei­ten Teil des Sat­zes ver­ges­sen wir in un­se­rer an­geb­lich so leis­tungs­ori­en­tier­ten Ge­sell­schaft all­zu leicht: „...wie dich selbst.“Und weil wir uns das nicht zu­ge­ste­hen an­ge­sichts al­ler In­ter­es­sen, die dar­an hän­gen, neh­men wir es da mit der Wahr­heit nicht mehr so ge­nau. Beim Die­sel, der Bau­ge­neh­mi­gung, der Steu­er­er­klä­rung, der Flücht­lings­po­li­tik – und in den vie­len an­de­ren Le­bens­be­rei­chen, in de­nen es ge­nau­so geht. Da tä­te et­was mehr Au­gen­maß gut. So. 11 (Hess). So. 9.30 (Hess). So. 11.15 (Brand). So. 10 (Brand). kein GD. So. 10 (Schi­man­ski). So. 11.15 (Jahn). Sa. 17.45 ökum. GD. So. 10 (Gruhn). So. 10.30 (Tho­mas­sen). Sa. 18 (Sand­ner), So. 9 (Nöl­ler), 10.30 (Sand­ner). So. 9.45 (Pont­kees). So. 10.15 (Nöl­ler). So. 11.15 (Pont­kees). Mo. 15 (Pont­kees). kein GD. kees). kein GD. kein GD. bier). bier). (Gro­te­paß). kein GD. Fr. Brisch­ke. Mo. 10 (Pont­kees). So. 9.45 kei­ne Da­ten.

kein GD. Beu­scher). So. 9 (Por­kolab). So. 10.15 (Por­kolab). kein GD. So. 10 (Hau­brich-Schmitz). So. 10 (G.

FO­TO: DPA

Der Schmutz aus Die­sel-Au­tos be­schäf­tigt zur­zeit Deutsch­land. Doch was hat da­zu ge­führt, fragt Re­gio­nal­de­kan Ul­rich Clan­cett im Denk­an­stoß.

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