Sie­mens-Tur­bi­nen auf der Krim – EU be­straft Russ­land

Rheinische Post Moenchengladbach - - VORDERSEITE -

BRÜS­SEL (RP) Die EU hat we­gen der Lie­fe­rung von Sie­mens-Tur­bi­nen auf die an­nek­tier­te Halb­in­sel Krim die Sank­tio­nen ge­gen Russ­land aus­ge­wei­tet. Be­trof­fen von den neu­en Straf­maß­nah­men sind drei Per­so­nen, dar­un­ter Vi­ze-Ener­gie­mi­nis­ter And­rej Tsche­re­sow, so­wie drei rus­si­sche Un­ter­neh­men. Das teil­te der Rat als Ver­tre­tung der EU-Staa­ten mit. Im Kern wird ein Ein­rei­se­ver­bot in die EU ver­hängt; Ver­mö­gens­wer­te wer­den ein­ge­fro­ren.

Die EU er­kennt die Anne­xi­on der Schwarz­meer­halb­in­sel Krim durch Russ­land nicht an. Sie er­laubt den Ex­port von Kraft­wer­ken nach Russ­land, nicht aber auf die Krim. Die Schaf­fung ei­ner un­ab­hän­gi­gen Ener­gie­ver­sor­gung un­ter­stüt­ze die Tren­nung der Krim von der Ukrai­ne, heißt es zur Be­grün­dung. Sie­mens hat­te 2016 meh­re­re Tur­bi­nen nach Russ­land ge­lie­fert. Da­nach ge­lang­ten sie auf die Krim. Das Münch­ner Un­ter­neh­men sieht die Schuld da­für in Russ­land: Man ha­be al­les ge­tan, um ei­nen Wei­ter­trans­port auf die Krim zu ver­hin­dern.

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