GHTC ver­liert hauch­dünn in Aa­chen, hält aber den Vor­sprung

Rheinische Post Moenchengladbach - - SPORT LOKAL - VON GE­ORG AMEND

TEN­NIS Der Glad­ba­cher HTC ist nach ei­ner 2:4-Nie­der­la­ge bei TK Kur­haus Aa­chen auf den vor­letz­ten Platz der Bun­des­li­ga ge­rutscht. „Wir sind na­tür­lich al­le ent­täuscht“, sag­te Glad­bachs Te­am­chef Hen­rik Schmidt. „Das ein­zig Gu­te war, dass der Ro­chus­club Düsseldorf ge­gen Schluss­licht Blau-Weiss Aa­chen 4:2 ge­won­nen hat und so un­se­re Ta­bel­len­si­tua­ti­on nicht schlech­ter ge­wor­den ist, auch wenn wir Vor­letz­ter sind. Wir ha­ben vier Punk­te Vor­sprung. Das ist kom­for­ta­bel, zu­mal wir noch zwei Heim­spie­le ha­ben, in de­nen wir punk­ten kön­nen.“

Doch die Nie­der­la­ge in Aa­chen schmerz­te: „Es sah ei­gent­lich gut aus, aber wie es in die­ser Sai­son nun mal im­mer läuft, ha­ben wir ein­fach kein Glück“, sag­te Schmidt. „Die Jungs ha­ben su­per ge­kämpft und gut ge­spielt, ein 3:3 wä­re völ­lig in Ord­nung ge­gan­gen.“So hat­te et­wa Ka­mil Ma­jchrz­ak sei­nen ers­ten Sai­son­sieg ge­fei­ert, Da­ni­el Gi­me­noTra­ver im vier­ten Ein­zel die­ser Spiel­zeit eben­so – der Spa­nier hat­te nach zwei Nie­der­la­gen im Match­Tie­break dies­mal die bes­se­ren Ner­ven ge­habt. „Und das gleich ge­gen den in der Welt­rang­lis­te stärks­ten Geg­ner“, sag­te Schmidt er­freut. „Das war ein schö­nes Come­back, nach­dem er mit ei­ner Ell­bo­gen-OP ein hal­bes Jahr aus­ge­fal­len war.“

So konn­te der GHTC auch die ers­te Sai­son­nie­der­la­ge von Aleksan­dr Ne­do­vy­e­sov in des­sen fünf­tem Ein­satz ver­schmer­zen. „Das war aber ein Rie­sen­spiel auf sehr ho­hem Ni­veau von bei­den“, sag­te Schmidt. „Aleksan­dr hat so­gar 5:2 ge­führt und wirk­lich gut ge­spielt. Aber Ce- drik Ste­be ist seit zwei, drei Mo­na­ten in Bom­ben­form und hat am En­de ver­dient ge­won­nen.“Nach der Zwei-Satz-Nie­der­la­ge von Jan Sá­tral stand es nach den Ein­zeln 2:2.

Zu ei­nem be­son­de­ren Är­ger­nis ge­rie­ten dann aber die Dop­pel: In bei­den führ­ten die Glad­ba­cher nach dem ers­ten Satz, doch die Haus­her­ren gli­chen je­weils mit ei­nem 7:5 im zwei­ten Durch­gang aus und hol­ten sich je­weils mit 10:7 im Match-Tie­break die Punk­te. „Da ist dann selbst im Ten­nis die Heim­ku­lis­se nicht ganz un­wich­tig“, sag­te Schmidt. „Die Aa­che­ner ha­ben ih­re Mann­schaft rich­tig an­ge­peitscht. So sind da die letz­ten Ad­re­na­lin­re­ser­ven zum Vor­schein ge­kom­men.“

Die hat­te der GHTC tags zu­vor selbst aus­ge­schüt­tet, als Glad­bachs Num­mer zwei, Phil­ipp Kohl­schrei­ber, das Fi­na­le in Kitz­bü­hel ge­won- nen hat­te. „Wir ha­ben das mit der Mann­schaft im Live-Ti­cker ver­folgt“, sag­te Schmidt. „Wir ha­ben uns rie­sig ge­freut, dass er nach sei­ner Ver­letz­ten­mi­se­re end­lich ein Tur­nier durch­spie­len und dann auch noch in sei­ner Hei­mat ge­win­nen konn­te. Phil­ipp wohnt ja pri­vat in Kitz­bü­hel und kann mit dem Fahr­rad zum Tur­nier fah­ren.“Mit Kohl­schrei­ber hät­te der GHTC in Aa­chen even­tu­ell punk­ten kön­nen, mein­te Schmidt, aber: „Wir ha­ben uns be­wusst für an­de­re, fit­te Spie­ler ent­schie­den.“Und de­nen fehl­te am En­de ein­fach wie­der mal das Glück. Ein­zel: Mef­fert – Ma­jchrz­ak 5:7, 4:6; Mar­te­rer – Gi­me­no-Tra­ver 6:3, 3:6, 8:10; Ste­be – Ne­do­vy­e­sov 7:6, 6:3; Dar­cis – Sá­tral 6:4, 7:5. Dop­pel: Ste­be/Mef­fert – Ne­do­vy­e­sov/Je­ba­vy 5;7, 7:5, 10:7; Dar­cis/Mar­te­rer – Sá­tral/Sand­kau­len 3:6, 7:5, 10:7.

FO­TO: HEN­RIK SCHMIDT

Da­ni­el Gi­me­no-Tra­ver ge­wann sein Ein­zel ge­gen Ma­xi­mi­li­an Mar­te­rer in drei Sät­zen. Die Füh­rung des GHTC hielt je­doch nicht.

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