Sie pla­nen das Bü­ro der Zu­kunft

Seit zehn Jah­ren gibt es den Bü­ro­tech­nik-Spe­zia­lis­ten PK Of­fice – er ist in die­ser Zeit zur Bran­chen­grö­ße avan­ciert.

Rheinische Post Moenchengladbach - - LOKALE WIRTSCHAFT - VON JAN SCHNETTLER UND HANS-PE­TER REICHARTZ (FO­TOS)

Wie der ei­ne Kun­de in Pa­ra­gu­ay es auf die Kar­te mit Tau­sen­den oran­ge­far­be­ner Steck­na­del­köp­fe ge­schafft hat? Da muss An­dré Nel­len la­chend pas­sen. „Wahr­schein­lich han­delt es sich um die klei­ne Nie­der­las­sung ei­nes Be­stands­kun­den“, ver­mu­tet der Ge­schäfts­füh­rer von PK Of­fice. Denn mit die­ser Aus­nah­me kon­zen­trie­ren sich die Punk­te, die die 5196 Kun­den des Bü­ro­tech­nik-Un­ter­neh­mens mit Sitz an der Kre­fel­der Stra­ße an­zei­gen, auf Mit­tel­eu­ro­pa. Zoomt man nä­her ran, auf Deutsch­land. Und zoomt man noch nä­her ran, auf den Nie­der­rhein – da sieht man vor oran­ge­nen Punk­ten kaum noch plat­tes Land.

„Was wir selbst ma­chen, spielt sich im Um­kreis von 150 Ki­lo­me­tern ab“, sagt Nel­len. Dar­über hin­aus­ge­hend ko­ope­rie­re man mit Part­nern im Fach­han­del. Und hat es bin­nen zehn Jah­ren – im Ju­li 2007 stell­te sich der da­ma­li­ge Lie­fe­rant von Ko­pier­ge­rä­ten als Sys­tem­an­bie­ter für Bü­ro­tech­nik neu auf – weit ge­schafft: Der „Nie­der­rhein Ma­na­ger“kür­te PK Of­fice zum be­deu­tends­ten Bü­ro­tech­ni­ker am Nie­der­rhein, ge­mes­sen an Mit­ar­bei­ter­zahl und Um­satz. Und: Zie­he man die Voll­sor­ti­men­ter ab, die zu­sätz­lich Mö­bel an­bie­ten und die IT-Schie­ne be­die­nen, „sind wir un­ter den ers­ten Fünf in Deutsch­land“.

Heut­zu­ta­ge „ma­chen wir fast Un­ter­neh­mens­be­ra­tung, bie­ten maß­ge­schnei­der­te Lö­sungs­vor­schlä­ge“, sagt Nel­len – von der Ma­schi­ne bis zum Do­ku­men­ten-Ma­nage­ment­sys­tem. Erst 2014 zog PK Of­fice von ei­ner Mie­t­im­mo­bi­lie in den in Ei­gen­re­gie er­rich­te­ten Neu­bau, der Ener­gie­stan­dards nach KfW 70 er­füllt. Und ei­ne 1000 Qua­drat­me­ter gro­ße Kom­bi­na­ti­on aus Wa­ren­la­ger und Werk­statt be­inhal­tet – auch das hebt die Fir­ma vom Wett­be­werb ab. Die Her­stel­ler sel­ber et­wa, ge­gen de­ren Di­rekt­ver­trieb man oft in Kon­kur­renz steht, hät­ten ih­re Zen­tral­la­ger ger­ne mal in Rot­ter­dam. Dass es in dem „leicht fal­len­den Markt“(Nel­len) für PK Of­fice wahr­lich schlech­ter lau­fen könn­te, zeigt auch die Tat­sa­che, dass man be­reits an­baut: Für ei­ne gu­te hal­be Mil­li­on Eu­ro ent­ste­hen drei mal 300 Qua­drat­me­ter zu­sätz­li­che La­ger­flä­che.

PK Of­fice be­rät her­stel­ler­un­ab­hän­gig. Von der Kre­fel­der Stra­ße aus wird bei Kun­den von Schaf­frath bis IHK und von den Städ­ti­schen Kli­ni­ken bis zu di­ver­sen Ban­ken das „Bü­ro der Zu­kunft“be­treut – ak­tu­ell 15.364 Ge­rä­te. „Wir ha­ben ei­ne Re­ak­ti­ons­zeit von acht St­un­den, das schaf­fen nicht vie­le“, sagt Nel­len. „Wir ste­chen her­aus, weil wir den Ser­vice vor Ort hal­ten.“Das be­darf aber der Man­power: 30 der 85 Mit­ar­bei­ter sind Au­ßen­dienst­ler, über 100 Pa­ke­te mit To­ner oder Er­satz­tei­len ge­hen je­den Tag raus. Im­po­sant: 19 jun­ge Men­schen bil­det PK Of­fice der­zeit aus, in vier Be­rufs­bil­dern.

Der Show­room ist das Herz­stück der Zen­tra­le, die die Idee vom „Bü­ro der Zu­kunft“auch selbst durch­de­kli­niert – so­wohl was die Auf­tei­lung (groß­zü­gig und of­fen; kom­mu­ni­ka­ti­ve Mee­ting-Po­ints mit Kaf­fee­au­to­mat er­gän­zen sich mit ver­trau­li­chen Rück­zugs­räu­men) als auch die tech­ni­sche Aus­stat­tung an­geht. Und das bleibt stets im Wan­del. „Wir fin­gen schon nach zwei Jah­ren an, un­se­re ei­ge­nen Bü­ros wie­der um­zu­struk­tu­rie­ren“, sagt Sa­rah Voß­käm­per vom Mar­ke­ting. Wachs­tums­chan­cen, sagt Nel­len, lä­gen im Soft­ware­be­reich, im Work­flow- und im Out­pu­tMa­nage­ment: „Wir ma­na­gen aber na­tür­lich auch längst den In­put, wie das Scan­nen.“Wer da nicht auf­sprin­ge, ver­pas­se den Zug. Kaum zu er­war­ten, dass PK Of­fice ein­mal zu die­ser Grup­pe ge­hö­ren soll­te.

1000 Qua­drat­me­ter La­ger- und Werk­statt­flä­che um­fasst die Fir­men­zen­tra­le von PK Of­fice – noch, denn es wird an­ge­baut. Wil­li Buf­fen (l.) und An­dré Nel­len sind zwei von der­zeit fünf Ge­schäfts­füh­rern des Un­ter­neh­mens.

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