Aus Lei­den­schaft für Au­tos, As­phalt und Be­ton

Die Fir­ma Hey­er aus Weg­berg gilt als größ­ter As­phalt­her­stel­ler in NRW. Ge­grün­det wur­de sie einst in Mön­chen­glad­bach.

Rheinische Post Moenchengladbach - - LOKALE WIRTSCHAFT - VON MICHA­EL HECKERS

Es klingt herr­lich ein­fach. „Au­tos sind un­se­re Pas­si­on“, sagt Se­ni­or­chef Hans Hey­er (74), als er die Be­su­cher über das Fir­men­ge­län­de mit den vier As­phalt­misch­an­la­gen an der B 57 bei Weg­berg-Kip­s­ho­ven führt. Der Mann mit dem Ti­ro­ler­hut zeigt auf ei­nen Lkw und er­klärt, dass er in Zu­sam­men­ar­beit mit ei­nem Lkw-Her­stel­ler die Ach­sen­tech­nik ver­bes­sert hat und die Rei­fen nun die dop­pel­te Lauf­leis­tung bie­ten. „Man darf nicht auf­hö­ren, sich wei­ter zu ent­wi­ckeln“, sagt Hans Hey­er. So ein­fach ist das.

Ei­ne Be­triebs­be­sich­ti­gung bei Hey­er – das An­ge­bot des Ak­ti­ons­krei­ses Weg­berger Müh­le stieß auf sehr gro­ßes In­ter­es­se. Se­ni­or-Chef Hans Hey­er, Sohn Ken­neth und sein Nef­fe und ge­sell­schaf­ten­der Ge­schäfts­füh­rer Ralf Pomp führ­ten die Be­su­cher in drei Grup­pen mit je 20 Leu­ten über das Be­triebs­ge­län­de, wo 120 Men­schen ar­bei­ten. As­phalt und Be­ton, Gra­nu­la­te, Hey­blocSt­ei­ne, Re­cy­cling, Ver­wer­tung von Dach­bau­stof­fen, Grü­n­an­nah­me­stel­le und mehr – Hey­er hat viel zu bie­ten. 2010 lie­fer­te Hey­er 120 Lk­wLa­dun­gen für das „Race of Cham­pi­ons“in die Düs­sel­dor­fer Esprit-Are­na. Auch das Ma­te­ri­al für Lan­de­bah­nen auf Flug­hä­fen hat Hey­er schon ge­lie­fert.

Das mit­tel­stän­di­sche, einst in Glad­bach ge­grün­de­te Fa­mi­li­en­un­ter­neh­men, das heute aus ei­ner Grup­pe von vier Fir­men be­steht, ist ge­prägt vom Un­ter­neh­mer­geist des Se­ni­or­chefs. Die Weg­berger Mo­tor­sport­le­gen­de fuhr in ei­ner ein­zig­ar­ti­gen Kar­rie­re 1000 Ren­nen und gilt bis heute als Deutsch­lands er­folg­reichs­ter Go­kart-Pi­lot al­ler Zei­ten. Vie­le Er­fah­run­gen, die Hans Hey­er über die Jahr­zehn­te in Sa­chen Team­ar­beit und Tech­nik beim Mo­tor­sport ge­sam­melt hat, fin­den sich in der Un­ter­neh­mens­kul­tur und im be­trieb­li­chen All­tag wie­der. „Wir be­sit­zen ei­ne ho­he Fle­xi­bi­li­tät, die wir uns über die Jah­re er­ar­bei­tet ha­ben. Das ist not­wen­dig, da­mit wir uns als Fa­mi­li­en­un­ter­neh­men ge­gen die Glo­bal Play­er be­haup­ten kön­nen“, er­klärt Hey­er.

„Vie­le un­se­rer Mit­ar­bei­ter sind ne­ben ih­rer Tä­tig­keit als Kraft­fah­rer ge­lern­te Schlos­ser, Gärt­ner, La­ckie­rer oder Kfz-Mecha­ni­ker“, er­klärt Pomp. In den Win­ter­mo­na­ten, wenn vie­le Groß­bau­stel­len ru­hen, ha­ben die Mit­ar­bei­ter auf dem Fir­men­ge­län­de zu tun oder bil­den sich wei­ter. Im Früh­jahr und im Herbst, wenn es vor al­lem auf Stra­ßen­bau­stel­len zur Sa­che geht, lie­fern die Mit­ar­bei­ter dann As­phalt und Be­ton aus. Die Fir­ma gilt heute als ei­ner der leis­tungs­fä­higs­ten Lie­fe­ran­ten für Stra­ßen­bau­stof­fe in NRW. Seit 1960, als die ers­te As­phalt­misch­an­la­ge in Be­trieb ge­nom­men wur­de, ent­wi­ckel­te sich das Un­ter­neh­men zum leis­tungs­fä­hi­gen As­phalt­her­stel­ler. Be­reits im Jahr 1966 pro­du­zier­te das Un­ter­neh­men mit ins­ge­samt vier Mi­sch­an­la­gen und 50 Lkw an der B 57. „Wir sind ein klas­si­scher Fuhr­manns­be­trieb“, er­klärt Pomp.

Meh­re­re Hun­dert­tau­send Ton­nen Stra­ßen­bau­stof­fe lie­fert Hey­er pro Jahr aus, da­mit ist die­ser Be­reich im­mer noch das Kern­ge­schäft. Seit den 1980er Jah­ren lie­fert Hey­er auch Trans­port­be­ton. Die öf­fent­li­che Hand ist der größ­te Auf­trag­ge­ber, zum Bei­spiel beim Sa­nie­ren von Au­to­bah­nen und Land­stra­ßen. Fast al­le Ge­wer­ke sind bei Hey­er in ei­ge­nen Hän­den. Ein gro­ßes The­ma ist au­ßer­dem Re­cy­cling.

FO­TO: HECKERS

Meh­re­re Hun­dert­tau­send Ton­nen Stra­ßen­bau­stof­fe lie­fert Hey­er pro Jahr aus.

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