De­zen­ter Charme

Rheinische Post Moenchengladbach - - LESERBRIEFE - Klaus Pe­ter Schwarz 40477 Düs­sel­dorf Ma­ri­an­ne Klüh Rhein­berg

Zu „Nost­al­gi­sches Ver­gnü­gen: Ba­den in der In­nen­stadt“(RP vom 27. Ju­li): Er­staun­lich, wie es Do­ro­thee Krings im­mer wie­der ge­lingt, neo­mar­xis­ti­sche Spit­zen noch in die hei­ters­ten Be­trach­tun­gen ein­zu­bau­en. So schreibt sie in ih­rer letz­ten Ko­lum­ne: „Blau­ma­chen in der Stadt ist ein rei­nes Ver­gnü­gen: Der ur­ba­ne Mensch ent­kommt der Ent­frem­dung, er steckt den Kopf in den Sand. Und wenn er wie­der am PC hockt, rie­selt es lei­se. Ach, war das schön!“– Ein­fach toll, die­ser de­zen­te Charme der In­dok­tri­na­ti­on! dehnt nach­ge­spro­chen und ab­ge­horcht, an­schlie­ßend den Gra­phe­men in kor­rek­ter Rei­hen­fol­ge zu­ge­ord­net und zu gu­ter Letzt un­ter Um­stän­den mü­he­voll „ab­ge­malt“. Da­bei macht das Kin­der­hirn je­des Mal Freu­den­sprün­ge, da al­le Sin­ne ge­for­dert sind und so ganz ne­ben­bei An­stren­gungs­be­reit­schaft und Be­las­tungs­fä­hig­keit trai­niert wer­den. Ab­wei­chun­gen des laut­ge­treu­en Schrei­bens (Or­tho­gra­fie) müs­sen aber selbst­ver­ständ­lich früh an­ge­spro­chen, in­ten­siv ge­lehrt, trai­niert und ge­fes­tigt wer­den. Da­für gibt es be­reits für Klas­se eins sehr gu­tes Ar­beits­ma­te­ri­al bei den Schul­buch­ver­la­gen. Al­so bit­te, Frau Ge­bau­er, nicht zu­rück zur Fi­bel!

FO­TO: KEYSTONE

„Le­sen durch Schrei­ben“be­zie­hungs­wei­se „Schrei­ben nach Hö­ren“- ob dies die rich­ti­ge Lern­me­tho­de für Grund­schü­ler ist, dar­über sind sich Fach­leu­te und El­tern nicht im­mer ei­nig.

Newspapers in German

Newspapers from Germany

© PressReader. All rights reserved.