Not­hil­fe vom Land

Rheinische Post Moenchengladbach - - STIMME DES WESTENS - VON KIRS­TEN BIALDIGA

Die Stadt Es­sen hat mehr als dop­pelt so ho­he Kas­sen­kre­di­te wie al­le Kom­mu­nen in Bay­ern, Ba­den-Würt­tem­berg, Sach­sen und Thü­rin­gen zu­sam­men, wie aus ei­ner Stu­die der Ber­tels­mann-Stif­tung her­vor­geht. Und Es­sen ist in NRW nicht ein­mal ein Ein­zel­fall. Von gleich­wer­ti­gen Le­bens­ver­hält­nis­sen in den Re­gio­nen Deutsch­lands kann kaum mehr die Re­de sein.

Die Fra­ge ist mü­ßig, in­wie­weit ei­ne Kom­mu­ne durch schlech­tes Wirt­schaf­ten ih­re Fi­nanz­la­ge mit­ver­schul­det hat. Oder ob da­zu vor al­lem Fak­to­ren wie ho­he So­zi­al­aus­ga­ben, et­wa ei­ne be­son­ders ho­he Zahl an Lang­zeit­ar­beits­lo­sen, bei­ge­tra­gen ha­ben. Ent­schei­dend ist, dass die meis­ten hoch ver­schul­de­ten Kom­mu­nen sich aus die­ser Mi­se­re kaum mehr aus ei­ge­ner Kraft be­frei­en kön­nen – wenn sie es schon jetzt nicht in Zei­ten gu­ter Kon­junk­tur und nied­ri­ger Zin­sen ge­schafft ha­ben. Oh­ne Ex­tra-Hil­fe vom Land wer­den sie die not­wen­di­gen In­ves­ti­tio­nen nicht stem­men kön­nen. Schließ­lich sind es ja auch die Län­der, die von den Steu­er-Mehr­ein­nah­men am meis­ten pro­fi­tiert ha­ben. BE­RICHT

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