Mör­der von Ja­kob von Metz­ler bleibt laut Ex­per­ten in Haft

Rheinische Post Moenchengladbach - - PANORAMA -

KASSEL (dpa) Der Mör­der des Frank­fur­ter Ban­kiers­sohns Ja­kob von Metz­ler wird nach Ein­schät­zung von Rechts­ex­per­ten vor­aus­sicht­lich noch ei­ni­ge Zeit in Haft blei­ben. „Es ist si­cher kein Selbst­läu­fer, dass er nach 15 Jah­ren raus­kommt“, sag­te der Straf­ver­tei­di­ger Udo Vet­ter.

Bei dem vor 14 Jah­ren zu le­bens­lan­ger Haft ver­ur­teil­ten Mann hat­te das Land­ge­richt Frank­furt die be­son­de­re Schwe­re der Schuld fest­ge­stellt. „Da­mit fällt ei­ne Ent­las­sung auf Be­wäh­rung nach 15 Jah­ren nor­ma­ler­wei­se weg“, sag­te Vet­ter, der auch Lehr­be­auf­trag­ter an der Hoch- schu­le Düsseldorf ist. In der Pra­xis sä­ßen sol­che Ver­ur­teil­ten in der Re­gel 18 Jah­re im Ge­fäng­nis – die UHaft mit ein­ge­rech­net.

Der Tä­ter hat sei­nen Ge­burts­na­men Magnus Gäf­gen mit Blick auf sei­ne Re­so­zia­li­sie­rungs­chan­cen nach der Haft in­zwi­schen ge­än­dert. Er ver­büßt sei­ne Stra­fe in Kassel. Beim Land­ge­richt in der nord­hes­si­schen Stadt hat er ei­nen An­trag auf Aus­set­zung der Stra­fe zur Be­wäh­rung ge­stellt. Die Straf­voll­stre­ckungs­kam­mer klärt jetzt die Min­dest­ver­bü­ßungs­dau­er für den in­zwi­schen 42-Jäh­ri­gen.

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