Land un­ter

Rheinische Post Moenchengladbach - - STIMME DES WESTENS - VON MICHAEL BRÖCKER

In Nie­der­sach­sen geht es drun­ter und drü­ber. Nun wur­de be­kannt, dass auch die schwarz-gel­be Lan­des­re­gie­rung dem VW-Kon­zern Tex­te zur Ab­stim­mung vor­leg­te. Die For­de­rung, an die­ser Stel­le schon vor ei­ner Wo­che er­ho­ben, wird dring­li­cher: Die Ver­qui­ckung zwi­schen Land und Kon­zern muss be­en­det wer­den. Das VW-Ge­setz, his­to­risch gut be­grün­det, ge­hört ab­ge­schafft. Das Un­ter­neh­men ist durch das Ak­ti­en­ge­setz und die Sat­zung aus­rei­chend vor feind­li­chen Über­nah­men ge­schützt. Man kann sich als Land auch für das Wohl ei­nes Un­ter­neh­mens ein­set­zen, oh­ne Mit­ei­gen­tü­mer zu sein. Ba­den-Würt­tem­berg schafft das mit Daim­ler oder Bosch, Bay­ern mit BMW. Und NRW hält auch kei­ne An­tei­le an Bay­er oder Hen­kel.

An­sons­ten zeig­te die De­bat­te im Han­no­ve­ra­ner Land­tag ges­tern, dass der Wahl­kampf schmut­zig wird. Die Ex-Grü­ne El­ke Twes­ten wur­de per­sön­lich be­schimpft. Doch wenn Rot-Grün im Ok­to­ber ab­ge­wählt wer­den soll­te, liegt es eher an der nicht auf­ge­ar­bei­te­ten Ver­ga­be-Af­fä­re in der Staats­kanz­lei und der ver­fehl­ten Schul­po­li­tik. Der Fall Twes­ten ist nicht wahl­ent­schei­dend. Hier hat sich kei­ne Par­tei mit Ruhm be­kle­ckert. BE­RICHT

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