Nicht for­dern, för­dern

Rheinische Post Moenchengladbach - - KULTUR -

Dass El­tern für ih­re Kin­der das Bes­te wol­len, ist durch­aus ver­ständ­lich. Der Weg kann aber nicht sein: ein Gym­na­si­um oder ei­ne Ge­samt­schu­le aus­wäh­len, Kind hin­schi­cken und dar­auf set­zen, dass die Schu­le den Nach­wuchs zum Abitur bringt. Schul­wech­sel sind für Kin­der sel­ten schön: neue Leh­rer, neue Mit­schü­ler, neue Lehr­plä­ne und dann noch – im Fall vom Wech­sel nach „un­ten“– das Ge­fühl des Ver­sa­gens. Schul­ver­bän­de, wie es sie in Mön­chen­glad­bach schon gibt, sol­len mehr Durch­läs­sig­keit zwi­schen den Schul­for­men bie­ten. Das ist ein gu­ter Schritt, ent­bin­det aber El­tern nicht von ih­rer Ver­ant­wor­tung, nicht nur für ih­re Kin­der zu for­dern, son­dern sie auch zu för­dern.

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