Nutz dei­ne Zeit!

Als 34-Jäh­ri­ger er­leb­te Olaf Nöl­ler ei­nen Wen­de­punkt in sei­nem Le­ben. Er muss­te zwei en­ge Freun­de be­er­di­gen. Seit­dem schätzt der Pfar­rer je­den Tag und rät an­de­ren, es ihm gleich­zu­tun.

Rheinische Post Moenchengladbach - - LOKALES - VON OLAF NÖL­LER DER AU­TO IST EVAN­GE­LI­SCHER PFAR­RER IN RHE­YDT.

mein­de. 18. 11. So. 11. Sa. 17, Sa. Sa. 17, So. 9.30. Sa. 18.30, So. 11. So. 10. Sa. 18.30 in Pol­nisch und Deutsch, So. 11, 12.30 in Pol­nisch. So. 10, 19. So. 11.30. Sa. 18. Sa. 18, So. 11.15. Sa. 16. So. 9.30 im Kran­ken­haus. 18.30. 18, So. 11. So. 9.30. 9.30. 9.30. Di. 19. So. 10.15 der kroa­ti­schen GeSo. 9, 12.15, Sa. 17.45. Sa. 18.15, So. So. 9.30. So. 10. Sa. 17. So. 10. So. 9.30. So. 9.30. Sa. 17.30. So. 11.15. So. 10. Sa. 17.30. So. 9. So. 11.15. Sa. 17. Sa. 18.30, So. 11.30. So. 17.30. So. 9.15. So. 11. Sa. 18. So. 9.30, 13.30 der sy­risch-or­tho­do­xen Ge­mein­de, 17 der Chaldä­er. kein GD. Fr. 10. Sa. 17.15. Sa. 17.15, 18.30 in der Hei­lig-Geist-Ka­pel­le in Al­den­ho­ven. Sa. 18, So. 7.30, 8.30 in der Schloss­ka­pel­le Dyck, 10, 18. So. 10.45. So. 9 ökum. GD im Fest­zelt in Holz, 10.45. Sa. Sa. 18, So. Sa. 17, So. 11. So. 9.30. Sa. 18, So. So. 11. So. 9.30. So. 8.30. So. 9.30. Sa. 18.45 FG, So. 11.30. Sa. 17.15, So. 10. Sa. 17.15, So. So. 8.30. Es ist im­mer wie­der er­staun­lich, wie sehr wir mo­der­nen Men­schen uns von Na­tur­zu­sam­men­hän­gen und auch ele­men­ta­ren Grund­wahr­hei­ten des Le­bens ent­fernt ha­ben. In den letz­ten Mo­na­ten fiel mir öf­ter auf, wie Me­teo­ro­lo­gen in den Wet­ter­vor­her­sa­gen von Ra­dio oder Fern­se­hen ge­ra­de­zu be­dau­er­ten, wenn mal kein „Grill- oder Frei­bad­wet­ter“zu ver­mel­den war. Ich dach­te dann: „Gott sei Dank, dass es end­lich mal reg­nen soll! Dein aus­ge­dörr­ter Gar­ten schreit ja ge­ra­de­zu nach Was­ser. Was sol­len erst die Land­wir­te sa­gen, die um ih­re Ern­te ban­gen…?“

Ge­plät­tet war ich al­ler­dings, als mir kürz­lich be­rich­tet wur­de, wie Men­schen auf ei­nen Ort re­gie­ren, der mir selbst ans Herz ge­wach­sen ist. Es ist der Evan­ge­li­sche Fried­hof an der Nord­stra­ße, auf dem al­le mei­ne Vor­fah­ren müt­ter­li­cher­seits be­gra­ben sind. In den letz­ten Jah­ren wur­den in den um­ge­ben­den Stra- ßen et­li­che Bau­lü­cken ge­schlos­sen und schö­ne Wohn­häu­ser er­rich­tet. Ich selbst hat­te oft über­legt: „Das ist ja ei­ne ganz tol­le La­ge in der Rhe­ydter Ci­ty, ru­hig und zen­tral ge­le­gen, und auch we­gen der pral­len Na­tur vor der Na­se at­trak­tiv zum Woh­nen. Das wür­de mir ge­fal­len.“

Was man mir er­zähl­te, war al­ler­dings das glat­te Ge­gen­teil: Die un­mit­tel­ba­re Nä­he zum Fried­hof – der Blick aus dem Wohn­zim­mer­fens­ter auf Grä­ber oder auf Men­schen, die dort die Ru­he­stät­ten ih­rer Lie­ben pfle­gen, wirk­te auf et­li­che Mie­t­in­ter­es­sen­ten so ab­schre­ckend, dass sie ei­nen Rück­zie­her ge­macht hät­ten. Ist das zu glau­ben? Auch wenn ich es noch von nie­man­den per­sön­lich ge­hört ha­be, vor­stell­bar ist es schon, denn die Ver­drän­gung des ei­ge­nen To­des und das in­stink­ti­ve Aus­wei­chen al­lem, was ir­gend­wie an Ster­ben, Tod und Trau­er er­in­nern könn­te, gras­siert über­all.

Da­bei ist das Sich-be­wusst-Ma­chen der ei­ge­nen End­lich­keit Grund­be­stand­teil un­se­res Mensch- seins. Dar­in un­ter­schei­den wir uns ja von al­len Tie­ren, dass wir al­le wis­sen und auch al­le da­mit um­ge­hen ler­nen müs­sen, dass wir flüch­ti­ge, sterb­li­che Ge­schöp­fe sind, de­nen nur ei­ne sehr kur­ze Zeit­span­ne auf die­ser Er­de be­schie­den ist. „Un­ser Le­ben wäh­ret sieb­zig, und wenn’s hoch­kommt, so sind’s acht­zig Jah­re…“(Psalm 90). Das, was schon der Psal­mist vor cir­ca 2500 Jah­ren er­kann­te, ist, selbst wenn’s heu­te auch mal neun­zig oder hun­dert Jah­re wer­den mö­gen, nun mal Fakt.

Ich möch­te be­to­nen, dass die­se Ein­sich­ten nicht „an­ge­le­sen“sind, son­dern mei­ne Le­bens­er­fah­rung. Wen­de­punkt war für mich der Tod zwei­er en­ger Freun­de in ei­nem Jahr. 34-jäh­rig war ich da­mals, und bei­de wa­ren jün­ger als ich, als ich sie be­grub. Bei­de wa­ren sehr krank ge­we­sen, was mich auch hät­te tref­fen kön­nen. Seit­dem freue ich mich über je­den neu­en Tag, den ich er­le­ben darf. Da­bei ist mir be­wusst, dass ich je­der­zeit „von oben aus dem Ver­kehr ge­zo­gen wer­den könn- te“, wie mal je­mand so tref­fend sag­te. Mich macht das al­ler­dings nicht grüb­le­risch oder ängst­lich, son­dern eher fröh­lich und frei, mein Le­ben dank­bar aus­zu­kos­ten.

„Herr, leh­re uns be­den­ken, dass wir ster­ben müs­sen, auf dass wir klug wer­den!“(Psalm 90). Wer sich dem an­schließt, sor­tiert nicht nur man­ches Un­nö­ti­ge im Le­ben aus, son­dern wapp­net sich auch ge­gen Ego­zen­tris­mus und ei­ne An­spruchs­hal­tung, die durch nichts be­grün­det ist. Al­les, wirk­lich al­les, was wir im Le­ben be­sit­zen und auch be­nut­zen dür­fen, ist uns nur ge­lie­hen – auf kur­ze Zeit. Das nö­tigt ge­ra­de­zu, dem an­de­ren wei­sen Rat zu fol­gen, der mir schon als Kind am Kirch­turm von St. Lau­ren­ti­us in Oden­kir­chen auf­fiel: Nut­ze dei­ne Zeit!. Auch so ein denk­wür­di­ges Wort, das uns hel­fen kann, der Lie­be ge­nü­gend Platz im Le­ben ein­zu­räu­men. So. 11 (Ru­dolph). So. 9.30 (Ru­dolph). So. 11.15 (Sas­se). kein GD. 10 (Sas­se). So. 10 (Bas­sy). So. 11.15 Kin­dergd (Ku­ban). Sa. 17.45 ökum. GD. So. 10 (Dra­go­mir). So. 10.30 Sa. 18 (Reu- (Fie­big-Mer­tin). ter), So. 9, 10.30 (Sand­ner).

So. 9.45 (Fi­scher). So. 10.15 (Reu­ter). So. 11.15 (Fi­scher). Mo. 15 (Sand- ner).

kein GD. Brisch­ke. kein GD. Mo. 15.30 (Fi­scher). So. Fr. Mi. 15.30 (De­d­ring/Reu­ter). Di. 15.30 (Nöl­ler). kein GD. So. 10 (Jung). kein GD. So. 9.45 (Gohl­ke). 11.15 (Gohl­ke). (Gro­te­paß). So. 11 (Gro­te­paß). (Fa­ber). kein GD. kein GD.

So. 10.15 (Lend­zi­an). So. 10 (Hau­brich.Schmitz). kein GD. So. 9.45 kei­ne Da­ten. So. 10 .

FO­TO: OLAF NÖL­LER

Ein Rausch der Na­tur – die Ro­sen­grä­ber auf dem evan­ge­li­schen Fried­hof Rhe­ydt.

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