Blin­de Schüt­zen ho­len den NRW-Cup

Bei der neun­ten Aus­tra­gung siegt der Ver­ein Fal­ken­au­gen zum vier­ten Mal mit dem Luft­ge­wehr.

Rheinische Post Moenchengladbach - - SPORT LOKAL -

SCHIESSSPORT (ame) Sie se­hen das Ziel nicht, aber sie tref­fen es ex­akt. Die Schüt­zen vom Ver­ein Fal­ken­au­ge sind blind und üben ih­ren Sport da­her mit ei­nem spe­zi­ell um­ge­rüs­te­ten Luft­ge­wehr aus. Mit­tels ei­ner op­to­akus­ti­schen Um­wand­lung wird das Ziel vom Fern­rohr er­fasst, über Kopf­hö­rer neh­men die Schüt­zen ei­nen Ton wahr, der um­so hö­her wird, je nä­her sie dem Mit­tel­punkt des Zie­les kom­men.

Wie treff­si­cher die Schüt­zen des Ver­eins Fal­ken­au­ge, der mit dem Blin­den- und Seh­be­hin­der­ten­ver­ein Mön­chen­glad­bach/Vier­sen ko­ope­riert, sind, zeig­te sich nun wie­der beim NRW-Cup: In der Dis­zi­plin Luft­ge­wehr auf­ge­legt, Ziel­ab­stand zehn Me­ter, 30 Schuss, hol­ten Sieg­fried Bel­ling, Hel­mut Hai­le, Carmen Hom­men, Charles Gu­tow­ski und Horst Schulz mit 887 Rin­gen den Sieg in der Mann­schafts­wer­tung. Es war der vier­te Ti­tel beim NRW-Cup nach den Auf­la­gen 2012, 2013 und 2015. Schulz hol­te zu­dem noch den Ti­tel in der Ein­zel­wer­tung mit der sa­gen­haf­ten Quo­te von 300 von 300 mög­li­chen Rin­gen.

Die Ab­tei­lung für blin­de und seh­be­hin­der­te Schüt­zen des Ver­eins Fal­ken­au­ge aus Hardt wur­de im Mai 2010 ge­grün­det und hat ne­ben den Ti­teln beim NRW-Cup auch schon Lan­des- und Deut­sche Meis­ter­schaf­ten ge­won­nen. Ak­tu­ell ge­hö­ren ihr zwölf Schüt­zen an – fünf Frau­en und sie­ben Män­ner. Beim Trai­ning, das al­le zwei Wo­chen auf dem Schieß­stand am Vos­sen­bäum­chen statt­fin­det, sind fünf Führ­hun­de mit im Schüt­zen­kel­ler. Beim NRW-Cup war „nur“La­b­ra­dor „Odin“mit da­bei – doch sei­ne Un­ter­stüt­zung reich­te zum Ti­tel.

FO­TO: VER­EIN

Die Schüt­zen mit Ver­stär­kung (von links): Sieg­fried Bel­ling, Hans En­gels, Hel­mut Hai­le, Carmen Hom­men, Charles Gu­tow­ski, Horst Schulz, so­wie un­ten (von links): Wal­ter Brü­ne, La­b­ra­dor-Führ­hund Odin, Uwe Beh­rend­sen.

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