Trump ver­harm­lost

Rheinische Post Moenchengladbach - - STIMME DES WESTENS - VON FRANK HERRMANN

Do­nald Trump hat­te die Chan­ce, Kl­ar­text zu re­den. Er hät­te sa­gen müs­sen, was un­be­dingt ge­sagt wer­den muss­te: Dass es wei­ße Über­le­gen­heits­fa­na­ti­ker wa­ren, die den Streit um Bür­ger­kriegs­denk­mä­ler aus­nutz­ten, um Ge­walt zu pro­vo­zie­ren. Dass es sich bei dem töd­li­chen An­schlag im Zen­trum von Char­lot­tes­vil­le um die Ter­ror­tat ei­nes wei­ßen Ras­sis­ten han­del­te. Statt­des­sen be­gnüg­te er sich da­mit, „vie­len Sei­ten“die Schuld in die Schu­he zu schie­ben. Er la­viert, ver­harm­lost und ver­ne­belt, mit der­art tri­via­len Wor­ten, dass es ei­nes ame­ri­ka­ni­schen Prä­si­den­ten nicht wür­dig ist.

Es gin­ge zu weit, ihn di­rekt ver­ant­wort­lich zu ma­chen für das blu­ti­ge Cha­os in Char­lot­tes­vil­le. Doch die Pre­di­ger des Has­ses se­hen in ihm ei­nen Prä­si­den­ten, der sie im Auf­wind se­geln lässt. Der Wahl­kämp­fer Trump hat sich nie die Mü­he ge­macht, ein­deu­tig auf Dis­tanz zu den Rechts­ex­tre­men zu ge­hen. Bis heute tut er sich schwer da­mit, sich von ih­nen ab­zu­gren­zen. Das aber wä­re drin­gend ge­bo­ten. Zum ei­nen aus mo­ra­li­schen Grün­den. Zum an­de­ren, um die Grä­ben in den USA nicht noch wei­ter auf­zu­rei­ßen. BE­RICHT

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