Neu­es Po­li­zei­prä­si­di­um in Neu­werk ist ab Ju­li 2018 start­klar

Bau­ar­bei­ten An­fang 2018 ab­ge­schlos­sen, meh­re­re Mo­na­te In­be­trieb­nah­me.

Rheinische Post Moenchengladbach - - KULTUR - VON ANDRE­AS GRUHN

Der Ein­zug des Mön­chen­glad­ba­cher Po­li­zei­prä­si­den­ten Ma­this Wies­sel­mann und sei­nem Prä­si­di­um in den Neu­bau an der Kre­fel­der Stra­ße hat erst­mals ein kon­kre­tes Da­tum. Zum 1. Ju­li 2018 soll das Ge­bäu­de be­zieh­bar sein, dies sei mit der Po­li­zei so ver­ein­bart wor­den, sag­te Lia­ne Ger­ar­di, Spre­che­rin des Bau- und Lie­gen­schafts­be­triebs (BLB) des Lan­des un­se­rer Re­dak­ti­on. Das wä­re un­term Strich ei­ne Ver­spä­tung von ein­ein­halb Jah­ren.

Rund ein Jahr da­von ver­strich, weil ei­ne Be­schwer­de um die um­strit­te­ne Ver­ga­be des Ge­werks Kli­ma­tech­nik oh­ne Be­ar­bei­tung bei der Ver­ga­be­kam­mer Rhein­land schlum­mer­te. Weil die Fir­ma, die den Zu­schlag er­hal­ten hat­te, auf­grund der Ver­zö­ge­run­gen schließ­lich ent­nervt auf­gab, er­le­dig­te sich das Ver­fah­ren im Ok­to­ber 2016 au­ßer­ge­richt­lich. Da­für kam die Fir­ma, die die Be­schwer­de ein­ge­reicht hat­te, zum Zug. Der kom­pli­zier­te Streit mit der miss­lun­ge­nen Ver­ga­be durch den BLB und lang­wie­ri­gen ju­ris­ti­schen Aus- ein­an­der­set­zun­gen hat­te zeit­wei­se für ei­nen Baustopp ge­sorgt.

Die Ar­bei­ten an die­sem Ge­werk lau­fen der­zeit aber im Zeit­plan. Et­wa 50 bis 60 Ar­bei­ter sei­en täg­lich vor Ort. An Hei­zung- und Käl­te­tech­nik so­wie Tro­cken­bau wer­de ge­ra­de ge­ar­bei­tet. „Wenn al­les gut läuft, wol­len wir bis En­de des Jah­res 95Pro­zent der Ar­bei­ten ab­ge­schlos­sen ha­ben“, sag­te Ger­ar­di. Im ers­ten Quar­tal 2018 soll al­les fer­tig sein.

Das heißt aber noch nicht, dass das Ge­bäu­de auch so­fort in Be­trieb ge­hen kann. Mehr als drei Mo­na­te wird es ein so ge­nann­tes „In­be­trieb­nah­me­ma­nage­ment“ge­ben. Da­bei wer­den et­wa Brand­schutz­tech­nik, Tü­ren­funk­tio­nen, al­le Heiz­kör­per und Kli­ma­tech­ni­ken ge­tes­tet. Es wird ein Strom­aus­fall si­mu­liert, und es wird über­prüft, ob die Stör­mel­dun­gen in al­len mit­un­ter auch le­bens­wich­ti­gen Be­rei­chen funk­tio­nie­ren. Es steht auch der „Blo­wDoor-Test“an: Da­für wird das Ge­bäu­de ab­ge­dich­tet und der Luft­druck im In­ne­ren er­höht, dann wird ge­mes­sen, wie luft­dicht der Bau ist. So wer­den Lecks in der Ge­bäu­de­hül­le, über die Luft und da­mit Wär­me ver­lo­ren­geht, auf­ge­spürt und ab­ge­dich­tet.

Par­al­lel da­zu be­ginnt die Po­li­zei mit Ein­rich­tungs­ar­bei­ten. Ins­be­son­de­re In­for­ma­ti­ons- und Nach­rich­ten­tech­nik wer­den im zwei­ten Quar­tal 2018 ein­ge­baut. Im neu­en Ge­bäu­de wird es zum Bei­spiel ei­ne kom­plett neue Leit­stel­le ge­ben. Bis da­hin muss die Po­li­zei noch mit dem al­ten Prä­si­di­um an der Theo­dor-Heuss-Stra­ße zu­recht­kom­men.

Wie sich die Ver­zö­ge­run­gen am En­de auf die Kos­ten aus­wir­ken wird, ist noch un­klar. Dass der Rah­men von 70 Mil­lio­nen Eu­ro für Ge­bäu­de und In­fra­struk­tur noch ge­hal­ten wer­den kann, glaubt nie­mand.

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