GHTC ver­liert zu Hau­se, hält aber die Bun­des­li­ga

Rheinische Post Moenchengladbach - - SPORT LOKAL - VON GE­ORG AMEND

TEN­NIS Um 14.28 Uhr hat­te To­bi­as Kam­ke kei­ne rech­te Lust mehr: „Ich geh’ gleich nach Hau­se“, sag­te der Ten­nis­pro­fi in Di­ens­ten von GrünWeiß Mann­heim. Der Grund für sei­ne Ver­är­ge­rung auf der An­la­ge des Glad­ba­cher HTC: Im Bun­des­li­ga­ein­zel ge­gen Adri­an Me­nen­dez un­ter­lie­fen ihm et­li­che Feh­ler, just vor sei­ner An­kün­di­gung hat­te er beim Stand von 0:30 im drit­ten Spiel des zwei­ten Sat­zes den Ball mit dem Rah­men ge­trof­fen, die gel­be Filz­ku­gel ging steil in die Luft und tropf­te zum 0:40 aus sei­ner Sicht au­ßer­halb des Spiel­fel­des zu Bo­den. Zwar wehr­te sich Kam­ke und trug so mit zu ei­nem flot­ten Ein­zel bei, doch Me­nen­dez nahm sich nicht nur die- ses Spiel, son­dern auch Satz und Match. Der Mann­hei­mer woll­te im An­schluss nichts mehr sa­gen, der Glad­ba­cher Spa­nier be­dank­te sich auf Deutsch bei den zahl­rei­chen Zu­schau­ern: „Bei vie­len Spie­len bei den Pro­fi­tur­nie­ren ha­ben wir nicht so vie­le Leu­te da. Ich bin sehr dank­bar, dass ihr uns so toll be­glei­tet. Ich bin jetzt seit drei Jah­ren hier, und ich hof­fe, ich kann noch lan­ge blei­ben. Mir macht es rich­tig Spaß, hier zu spie­len“, sag­te Me­nen­dez.

Nach sei­nem 6:3, 6:2-Sieg über Kam­ke stand es zwi­schen bei­den Klubs 2:2, Fran­ko Sku­gor hat­te eben­falls für Glad­bach im Ein­zel ge­punk­tet, Aleksan­dr Ne­do­vy­e­sov wie Jan Sá­tral, der gar ei­nen Match­ball hat­te, ver­lo­ren. So brach­ten die Dop­pel die Ent­schei­dung über den Sie­ger, und der hieß am En­de mit 4:2 Mann­heim, das bei­de Dop­pel je­weils mit 6:3, 6:4 ge­wann. „In den Dop­peln wa­ren die Mann­hei­mer deut­lich stär­ker, sie ha­ben da ver­dient ge­won­nen“, sag­te GHTCTe­am­chef Hen­rik Schmidt. „Da­bei hat­ten wir ei­gent­lich gu­te Dop­pel­spie­ler da­bei. Dass es dann so deut­lich wur­de, hat uns über­rascht und Mann­heim auch.“Es war das drit­te Mal in die­ser Sai­son, dass die Glad­ba­cher nach ei­nem 2:2 ver­lo­ren. Das wurm­te den Te­am­chef: „Seit ein paar Wo­chen er­zäh­len wir, dass es ein schö­ner Tag war, wir aber lei­der ver­lo­ren ha­ben. Da ist man dann ir­gend­wann auch froh, wenn es nächs­ten Sonn­tag vor­bei ist und wir die neue Sai­son pla­nen kön­nen“, sag­te Schmidt.

Die Ent­schei­dun­gen in der Bun­des­li­ga sind vor dem letz­ten Spiel­tag ge­fal­len: Blau-Weiß Hal­le ist Deut­scher Meis­ter und löst so den GHTC ab, Blau-Weiss Aa­chen ist ab­ge­stie­gen, ei­nen zwei­ten Ab­stei­ger gibt es in die­ser Sai­son nicht. „Das ist das ein­zig Gu­te an die­sem Tag, dass Aa­chen nicht ge­win­nen konn­te und wir die Klas­se ge­hal­ten ha­ben“, sag­te Schmidt. „So ist es doch noch ein Abend, den man mit ei­nem Bier­chen aus­klin­gen las­sen kann.“ GHTC – Mann­heim 2:4 (2:2). Ein­zel: Me­nen­dez – Kam­ke 6:3, 6:2; Sá­tral – Brands 3:6, 7:5, 10:12; Ne­do­vy­e­sov – Beck 4:6, 1:6; Sku­gor – Phau 6:3, 7:6. Dop­pel: Me­nen­dez/Sá­tral – Brands/Kern 3:6, 4:6; Ne­do­vy­e­sov/Sku­gor – Beck/Stad­ler 3:6, 4:6.

FO­TO: SCHMIDT (AR­CHIV)

Glad­bachs Adri­an Me­nen­dez ge­wann sein Ein­zel lo­cker.

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