Stadt­ar­chiv soll Mit­te 2018 ins Vi­tus-Cen­ter ein­zie­hen

Rheinische Post Moenchengladbach - - LOKALES - VON DIE­TER WE­BER

Der Um­zug des Stadt­ar­chivs vom Ver­wal­tungs­ge­bäu­de Ober­stadt ins Vi­tus-Cen­ter ist be­schlos­se­ne Sa­che. Dies schien so zu sein, weil die­ser Ein­druck vor­herrsch­te. Er ist aber falsch – weil es noch kei­nen Rats­be­schluss da­zu gibt. In sei­ner gest­ri­gen Sit­zung sorg­te der Kul­tur­aus­schuss für den ers­ten po­li­ti­schen Baustein. An­de­re Fach­aus­schüs­se und der Rat wer­den ver­mut­lich wei­te­re auf­set­zen, so dass Mit­te Ok­to­ber Voll­zug ge­mel­det wer­den kann: Der 1,65 Mil­lio­nen Eu­ro teu­re Um­bau kann dann star­ten. Im Früh­som­mer nächs­ten Jah­res wird das Stadt­ar­chiv vor­aus­sicht­lich in den neu­en Stand­ort in un­mit­tel­ba­rer Nach­bar­schaft des Mönchengladbacher Haupt­bahn­hof ein­zie­hen.

Stadt­toch­ter EWMG, der das Vi­tus-Cen­ter seit April 2015 ge­hört, be­rech­net der Stadt ei­ne Jah­res­mie­te von rund 71.000 Eu­ro für die et­wa 1700 Qua­drat­me­ter gro­ße Flä­che im Bas­e­ment und im ers­ten Ober­ge­schoss des Cen­ters. Der Miet­ver­trag wird über 20 Jah­re ab­ge­schlos­sen. Das Be­son­de­re: Das Stadt­ar­chiv, das in der Ober­stadt un­ter sehr be­eng­ten Rä­um­lich­kei­ten lei­det, hat dann end­lich aus­rei­chend Platz. Im Ver­gleich zu jetzt er­höht sich der Nut­zungs­be­reich um fast 800 Qua­drat­me­ter. Es gibt dann au­ßer mehr De­pot­flä­che un­ter an­de­rem auch ei­nen ver­nünf­tig gro­ßen Le­se­saal und mehr Bü­ro­raum für die Mit­ar­bei­ter. Auch die all­ge­mei­nen Be­din­gun­gen sind dann bes­ser.

Denn der bau­li­che Zu­stand des Ge­bäu­des Ober­stadt ist schlecht. Es ist ein of­fe­nes Ge­heim­nis, dass die Stadt die­ses Ver­wal­tungs­haus kom­plett auf­ge­ben will, weil es er­heb­li­che Män­gel im Brand­schutz hat und auch aus en­er­ge­ti­schen Grün­den sa­nie­rungs­be­dürf­tig ist. Die­ser Stand­ort sei „voll­stän­dig un­wirt­schaft­lich“, heißt es in ei­ner Stel­lung­nah­me der Ver­wal­tung. Des­halb sol­le das Ge­bäu­de „schnellst­mög­lich frei­ge­zo­gen wer­den“.

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