Bie­sen­bach legt sau­be­re 100-Ta­ge-Bi­lanz vor

Rheinische Post Moenchengladbach - - STIMME DES WESTENS - VON THO­MAS REISENER

Die neue Lan­des­re­gie­rung meint es ernst mit dem Op­fer­schutz. Zu­erst kün­digt NRW-Jus­tiz­mi­nis­ter Peter Bie­sen­bach ei­nen Op­fer­be­auf­trag­ten an, der den Be­trof­fe­nen ju­ris­tisch und lo­gis­tisch zur Sei­te ste­hen soll. Jetzt legt er mit ei­ner Initia­ti­ve zu­guns­ten der An­ge­hö­ri­gen nach: Nicht nur die Op­fer von Straf­ta­ten sol­len Schmer­zens­geld ha­ben, son­dern auch de­ren engs­tes Um­feld.

Die da­hin­ter ste­hen­de Über­le­gung ist zwin­gend. Wer woll­te be­strei­ten, dass die El­tern ei­nes Kin­des, das im Stra­ßen­ver­kehr von ei­nem Be­trun­ke­nen schwer ver­letzt wird, auch selbst Leid er­fah­ren? Für die Kom­pen­sa­ti­on von fremd­ver­schul­de­tem Leid sieht un­se­re Rechts­ord­nung Schmer­zens­geld vor. Bie­sen­bachs Initia­ti­ve zielt al­so auf ei­ne über­fäl­li­ge Kor­rek­tur der Bun­des­ge­setz­ge­bung ab. Kein schlech­ter Start für ei­nen Jus­tiz­mi­nis­ter, der noch kei­ne 100 Ta­ge im Amt ist.

Noch wich­ti­ger ist al­ler­dings, Kri­mi­na­li­täts­op­fer mög­lichst zu ver­hin­dern. Die nächs­te Wahl wird des­halb eher ei­ne Ab­stim­mung über den In­nen- als über den Jus­tiz­mi­nis­ter. Aber es scha­det ja nicht, wenn der Jus­tiz­mi­nis­ter schon mal die Mess­lat­te hoch­legt. BE­RICHT

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