Gelb-grü­ne An­nä­he­rung

Rheinische Post Moenchengladbach - - STIMME DES WESTENS - VON EVA QUADBECK

Es ist völ­lig nor­mal, dass FDP und Grü­ne schon in­for­mell mit­ein­an­der re­den – im­mer­hin wol­len sie ge­mein­sam in den kom­men­den vier Jah­ren die­ses Land re­gie­ren. Wäh­rend sich die Uni­on noch sor­tiert, kön­nen sich die klei­nen Part­ner eben­falls auf die schwie­ri­gen ge­mein­sa­men Ver­hand­lun­gen vor­be­rei­ten. Auch tak­tisch ein Vor­teil: Wenn FDP und Grü­ne der Uni­on mit ge­mein­sa­men Ide­en ent­ge­gen­tre­ten, ist ih­re Ver­hand­lungs­po­si­ti­on stär­ker, als wenn die Uni­on die bei­den un­glei­chen Part­ner ge­gen­ein­an­der aus­spie­len kann.

Dass in in­for­mel­len Ge­sprä­chen auch schon dar­über ge­re­det wird, wer bei wel­chem The­ma mög­li­cher­wei­se sei­ne Po­si­ti­on durch­set­zen kann, um die Re­gie­rungs­be­tei­li­gung ge­gen­über den ei­ge­nen Wäh­lern zu recht­fer­ti­gen, ist eben­falls ei­ne Selbst­ver­ständ­lich­keit. Al­les an­de­re wä­re na­iv. Aus den The­men er­ge­ben sich Mi­nis­te­ri­en. So­weit dür­fen in­for­mel­le Ge­sprä­che ge­hen. Das ist kein Pos­ten­ge­scha­che­re. Für die Par­tei­en ist es nur blöd, wenn ein Be­tei­lig­ter Din­ge auf­schreibt, die er teil­wei­se miss­ver­stan­den hat, und die­se dann durch­sticht. BE­RICHT

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