„Auf die Qua­li­tät kommt es an!“

Si­cher­heit ist für den deut­schen Spa­rer ein wich­ti­ges Kri­te­ri­um. Lan­ge Jah­re wur­de ein In­vest­ment in Ak­ti­en von vie­len als zu ris­kant ein­ge­schätzt. Auf­grund der an­hal­ten­den Nied­rig­zin­sen än­dert sich das An­la­ge­ver­hal­ten zu­neh­mend. Alex­an­der Blum von der St

Rheinische Post Moenchengladbach - - LOKALES -

Herr Blum, an den Ak­ti­en­märk­ten geht es seit ge­rau­mer Zeit haupt­säch­lich in ei­ne Rich­tung: nach oben. Ist die­se an­hal­ten­de Eu­pho­rie noch be­rech­tigt? Alex­an­der Blum Die glo­ba­le Kon­junk­tur läuft bes­ser als er­war­tet. Von ei­ner eu­pho­ri­schen Blind­heit der Markt­teil­neh­mer ge­gen­über mög­li­cher Ri­si­ken kann der­zeit kei­ne Re­de sein. Im Ge­gen­teil – sie sind eher skep­tisch. Die Markt­teil­neh­mer ori­en­tie­ren sich viel­mehr an hand­fes­ten Fak­ten wie stei­gen­den Un­ter­neh­mensum­sät­zen und -ge­win­nen als an va­gen Be­dro­hun­gen wie even­tu­ell ein­tre­ten­de Aus­wir­kun­gen des Br­ex­it oder ein mög­li­cher Han­dels­pro­tek­tio­nis­mus des US-Prä­si­den­ten Do­nald Trump. Den­noch wer­den nicht ewig klet­tern. Alex­an­der Blum Na­tür­lich kön­nen die Ak­ti­en­märk­te nach den deut­li­chen An­stie­gen der ver­gan­ge­nen Mo­na­te je­der­zeit in ei­ne vor­über­ge­hen­de Kor­rek­tur fal­len. Aber so­lan­ge die po­si­ti­ve Kon­junk­tur­ent­wick­lung wei­ter an­hält, steht auch das Fun­da­ment für die Ak­ti­en­märk­te. Die Schul­den- und Geld­schwem­me der ver­gan­ge­nen Jahr­zehn­te wird ir­gend­wann auch zu Über­trei­bun­gen und Kor­rek­tu­ren füh­ren, das ist in der Ge­schich­te der Ka­pi­tal­märk­te im­mer wie­der pas­siert. Bei den ak­tu­el­len Rah­men­be­din­gun­gen führt für die Kur­se den lang­fris­tig ori­en­tier­ten An­le­ger je­doch kaum ein Weg an Ak­ti­en vor­bei. Die In­fla­ti­on steigt ten­den­zi­ell wie­der. Was heißt das für die Spa­rer? Alex­an­der Blum Mo­de­rat stei­gen­de In­fla­ti­ons­ra­ten und wei­ter­hin nied­ri­ge Zin­sen be­deu­ten nichts an­de­res, als dass ei­ne An­la­ge in klas­si­schen Spar­for­men die rea­le Kauf­kraft des Er­spar­ten zu­sam­men­schmel­zen lässt. Was ra­ten Sie Ih­ren Kun­den, wie soll­ten sie dar­auf re­agie­ren? Alex­an­der Blum Un­ser Auf­trag als Spar­kas­se ist es, ge­mein­sam mit un­se­rem Kun­den die Struk­tur sei­ner Geld­an­la­ge und da­mit sein fi­nan­zi­el­les Pols­ter auf­zu­bau­en. Da­bei hilft un­ser sys­te­ma­ti­scher An­la­ge­check. Sinn­voll im der­zei­ti­gen Um­feld ist oft ein hö­he­rer An­teil von Wert­pa­pie­ren. An­lei­hen und Ak­ti­en kön­nen po­si­ti­ve Ren­di­ten über der In­fla­ti­ons­ra­te er­wirt- schaf­ten – das al­ler­dings nur bei ei­ner mehr­jäh­ri­gen An­la­ge­aus­rich­tung und un­ter Schwan­kun­gen. Des­sen müs­sen sich An­le­ger be­wusst sein. Aber wir be­ob­ach­ten, dass un­se­re Kun­den um­den­ken und mehr und mehr in Wert­pa­pie­re in­ves­tie­ren. Brau­chen Spa­rer für ei­ne Wert­pa­pier­an­la­ge star­ke Ner­ven? Alex­an­der Blum Ein kla­res „Nein“! Ka­pi­tal­märk­te schwan­ken, das ist ein Fakt. Es ist des­halb rat­sam, nicht das ge­sam­te Gel­dver­mö­gen in Wert­pa­pie­re an­zu­le­gen, son­dern vor al­lem den Teil, der lang­fris­tig in­ves­tiert wer­den kann. Au­ßer­dem soll­ten Spa­rer ih­re An­la­gen breit streu­en: in An­lei­hen, Ak­ti­en, Im­mo­bi­li­en und wie­der­um in ver­schie­de­ne Bran­chen und Län­der. Ent­schei­dend bei der An­la­ge in Wert­pa­pie­re ist schließ­lich die Qua­li­tät des Fonds. Der Ca­pi­tal-Fonds-Kom­pass* un­ter­sucht bei­spiels­wei­se je­des Jahr die Pro­duk­te und Leis­tun­gen der 100 wich­tigs­ten Fonds­ge- sell­schaf­ten. Zum fünf­ten Mal in Fol­ge ist un­ser Part­ner, die De­ka, mit der Höchst­no­te von fünf Ster­nen aus­ge­zeich­net wor­den. Mit ei­nem Punk­te- stand von 86,6 von 100 Punk­ten ging das Wert­pa­pier­haus der Spar­kas­sen in die­sem Jahr als Ge­samt­sie­ger her­vor. (*Qu­el­le: Ca­pi­tal Heft 3/2017)

Alex­an­der Blum, Ab­tei­lungs­di­rek­tor Pri­va­teBan­kin­gCen­ter Stadt­spar­kas­se Mön­chen­glad­bach

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