Pfer­de­hof-Ge­bäu­de in Rheurdt bren­nen

Rheinische Post Moers - - NEUKIRCHEN-VLUYN / RHEURDT - VON STE­FAN GILS­BACH

Das Feu­er zer­stör­te ei­ne Scheu­ne und ei­ne Reit­hal­le. Ein Groß­auf­ge­bot der Feu­er­wehr be­kämpf­te die Flam­men.

SCHAEPHUYSEN Der Brand zwei­er Ge­bäu­de auf dem Grund­stück ei­nes Pfer­de­ho­fes bei Schaephuysen hat am Mitt­woch­abend zu ei­nem gro­ßen Feu­er­wehr­ein­satz ge­führt. Um 17.07 Uhr, so teilt die Kreis Kle­ver Po­li­zei mit, war der Alarm ein­ge­gan­gen. Be­trof­fen sei­en ei­ne Scheu­ne und ei­ne be­nach­bar­te Reit­hal­le ge­we­sen.

Der Rheurd­ter Bür­ger­meis­ter Klaus Klei­nen­kuh­nen be­rich­tet: „In der grö­ße­ren Scheu­ne la­ger­ten rund 3000 Ku­bik­me­ter Stroh, um die Bau­ten her­um wa­ren rund 30 Pfer­de in ih­ren Bo­xen un­ter­ge­bracht.“

Die Scheu­ne und der Nach­bar­bau brann­ten trotz der Be­mü­hun­gen der Si­cher­heits­kräf­te aus. Die tröst­li­che Nach­richt: Kein Mensch und kein Tier sind bei dem Brand ernst­haft ver­letzt wor­den. „Die Pfer­de konn­ten al­le­samt ins Freie ge­ret­tet wer­den, sie wur­den auf ei­ne Wei­de ge­bracht“, so Klei­nen­kuh­nen. Die Kreis Kle­ver Po­li­zei er­gänz­te ges­tern, dass zwei Hel­fe­rin­nen we­gen ei­nes Reiz­hus­tens das Kran­ken­haus auf­ge­sucht hät­ten, dort sei­en sie am­bu­lant be­han­delt wor­den.

„Wir hat­ten das Feu­er ge­gen 20.30 Uhr un­ter Kon­trol­le“, be­rich­tet der Rheurd­ter Wehr­lei­ter Mar­kus Jan­sen. Doch da­mit war der Ein­satz noch lan­ge nicht be­en­det. Das Brand­gut aus der Scheu­ne sei auf ein Feld ge­bracht und ver­teilt wor­den; we­gen der im­mer noch be­ste­hen­den Ge­fahr, dass in dem Stroh ein Schwel­brand ent­steht, wur­de es durch Was­ser aus den Kuh­len­ge­wäs­sern wei­ter ab­ge­löscht. „Die Stra­ße Ho­chend ist wei­ter­hin ge­sperrt“, er­klär­te Jan­sen ges­tern am frü­hen Nach­mit­tag. Und bis zum frü­hen Abend wer­de dies auch so blei­ben.

Aus meh­re­ren um­lie­gen­den Kom­mu­nen war die Un­ter­stüt­zung für die Rheurd­ter Si­cher­heits­kräf­te ge­kom­men. Nicht we­ni­ger als sechs Lösch­zü­ge wa­ren bei der Be­kämp­fung des Feu­ers im Ein­satz, be­rich­tet Jan­sen. Ne­ben den bei­den Zü­gen aus Rheurdt und Schaephuysen wa­ren Feu­er­wehr­leu­te aus Neu­kir- chen-Vluyn, Al­de­kerk, Se­ve­len und Kem­pen be­tei­ligt. Auch das Tech­ni­sche Hilfs­werk aus Mo­ers war zur Un­ter­stüt­zung vor Ort. „Das THW hat uns bei der Be­leuch­tung und bei der Räu­mung der Scheu­ne ge­hol­fen“, sagt der Wehr­lei­ter. Um die von den Er­eig­nis­sen ver­stör­ten Grund­stücks­ei­gen­tü­mer zu be­treu­en, sei auch ein Not­fall­seel­sor­ger an der Ein­satz­stel­le ge­we­sen, be­rich­tet Bür­ger­meis­ter Klaus Klei­nen­kuh- nen. Au­ßer­dem hät­ten das Deut­sche Ro­te Kreuz die Feu­er­wehr­leu­te und THW-Hel­fer mit Ver­pfle­gung ver­sorgt.

Die Lösch­ar­bei­ten wur­den al­ler­dings be­ein­träch­tigt durch ei­nen Scha­den im Was­ser­netz der Ge­mein­de. „Es gab ei­nen Rohr­bruch auf der Haupt­stra­ße in Schaephuysen“, sagt Klaus Klei­nen­kuh­nen. Da­her ha­be man noch zwei Tank­last­fahr­zeu­ge aus Rhein­berg und Kamp-Lint­fort an­for­dern müs­sen, um ge­nü­gend Lösch­was­ser zu ha­ben. Üb­ri­gens war es der zwei­te Roh­bruch auf Ge­mein­de­ge­biet in­ner­halb we­ni­ger Wo­chen.

Die Kri­mi­nal­po­li­zei wird nun die Ur­sa­che des Bran­des un­ter­su­chen. Ein Brand­sach­ver­stän­di­ger wer­de wohl erst am Mon­tag mit der Ar­beit be­gin­nen, sagt der Kreis Kle­ver Po­li­zei­spre­cher Micha­el Er­mers: „Die Brand­stel­le kokelt noch.“

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