„Nach die­ser Sai­son ma­che ich wirk­lich Schluss“

Der Vor­sit­zen­de der Ice Ali­ens über sei­nen miss­glück­ten Rück­tritt, die Neu-Aus­rich­tung des Vor­stan­des und Eis­ho­ckey-Eu­pho­rie in Ra­tin­gen.

Rheinische Post Ratingen - - SPORT LOKAL -

Herr Adam, vor mehr als ei­nem Jahr ha­ben Sie an­ge­kün­digt, ab die­ser Sai­son nicht mehr als Vor­sit­zen­der der Ice Ali­ens zur Ver­fü­gung zu ste­hen. Nun hän­gen Sie doch noch ein Jahr dran...

KAY ADAM Ich woll­te wirk­lich auf­hö­ren. Ich ha­be noch ein­mal ein Stu­di­um an­ge­fan­gen, zu­sam­men mit mei­nem Job als Zahn­arzt wird das ein­fach zu viel. Ich kann den Ver­ein aber auch nicht ein­fach sei­nem Schick­sal über­las­sen. Wir ha­ben ein Jahr lang ei­nen Nach­fol­ger ge­sucht...

Und es gab nie­man­den, der den Pos­ten woll­te?

ADAM Na­tür­lich gab es Be­wer­ber. Aber kei­nen, dem ich das Amt mit gu­tem Ge­wis­sen über­ge­ben hät­te. Ent­we­der ging es nur dar­um, sich im Glanz der ers­ten Mann­schaft zu son­nen – oder mög­lichst we­nig Ar­beit zu ha­ben, vor al­lem im Ju­gend­be­reich. So kann man aber kei­nen Ver­ein füh­ren. Am En­de hat mir so­gar mei­ne Frau ge­sagt, dass ich so nicht auf­hö­ren kann.

Da­bei wür­de Ihr Nach­fol­ger ein be­stell­tes Feld über­neh­men.

ADAM So ist es. Bei der Jah­res­haupt­ver­samm­lung am Mitt­woch ha­ben Rai­ner Mer­kel­bach und ich die Fak­ten dar­ge­legt: Wir schrei­ben zum fünf­ten Jahr in Fol­ge Schwar­ze Zah­len, ha­ben den Schul­den­berg der Krü­ger-Ära fast ab­ge­baut. Wir ha­ben den Vor­stand um mehr hel­fen­de Hän­de er­wei­tert. Die Mann­schaft ist so gut wie noch nie, die Zu­schau­er­zah­len stei­gen Jahr für Jahr. Ganz ehr­lich: Ein­fa­cher könn­te man das Amt nicht über­neh­men als jetzt.

Sie spre­chen den Vor­stand an – was ist dort pas­siert?

ADAM Wir ha­ben das Amt des Sport­li­chen Ob­manns nach zwei Jah­ren neu be­setzt. Wil­fried Tursch wird mir viel Ar­beit im Or­ga­ni­sa­ti­ons­be­reich ab­neh­men. Neu­er Schrift­füh­rer ist Karl-Heinz Schulz, der Pres­se­spre­cher-Pos­ten, den Jens Du­der­stadt in­ne­hat­te, ist noch va­kant. Da fin­den wir aber noch je­man­den. Wir ha­ben die Zahl der Bei­sit­zer von zwei auf vier er­höht, neu da­bei sind Jörg Nier­haus, der sich um die Spiel­tags­or­ga­ni­sa­ti­on küm­mert, und Lu­kas Ka­lis­z­an, der für den Ver­ein im In­ter­net wer­ben soll – das ist für vie­le Sym­pa­thi­san­ten doch die HauptIn­for­ma­ti­ons­quel­le.

In den Play-offs der ver­gan­ge­nen Sai­son ha­ben Sie mehr­fach mehr als tau­send Zu­schau­er in der Hal­le ge­habt...

ADAM Und da­mit ist ein Traum für mich in Er­fül­lung ge­gan­gen. Da hat­te ich Gän­se­haut. Aber wir wis­sen al­le, dass es ganz schwer wird, die­se Eu­pho­rie mit in die kom­men­de Sai­son zu neh­men. Aber: Wir wis­sen jetzt, dass Ra­tin­gen im­mer noch ei­ne Eis­ho­ckey­stadt ist, al­so wer­den wir al­les da­für tun, die Ba­sis noch zu er­wei­tern und die Leu­te häu­fi­ger an den Sand­bach zu lo­cken.

Und was genau tun Sie da­für?

ADAM Wir ha­ben die Mann­schaft im Ver­gleich zum Vor­jahr noch ein­mal ver­stärkt. Vor al­lem in der Ab­wehr. Lu­cas Be­cker ist nach ei­nem Jahr Ab­we­sen­heit zu­rück­ge­kom­men, mit Lo­ren­zo Maas aus Her­ne be­kom­men wir zu­sätz­li­che, be­nö­tig­te Sta-

RP-AR­CHIV­FO­TO: ACHIM BLAZY

Auch wenn der Meis­ter­ti­tel im Vor­jahr knapp ver­passt wur­de – die Hal­le am Sand­bach war mehr­fach rich­tig voll.

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