Hei­li­gen­hau­ser ha­ben kei­ne Angst vor star­kem Ta­bel­len­füh­rer

Erst ei­ner Mann­schaft ge­lang es, in Net­te­tal ein Tor zu schie­ßen. Dem Bei­spiel will der Fuß­ball-Lan­des­li­gist um Stür­mer Schuh fol­gen.

Rheinische Post Ratingen - - SPORT LOKAL -

HEI­LI­GEN­HAUS (wm) Chris­ti­an Schuh weiß ge­nau, was mor­gen auf ihn zu­kommt. Dann tritt der Tor­jä­ger der SSVg Hei­li­gen­haus mit sei­ner Trup­pe beim un­be­sieg­ten Lan­des­li­ga-Spit­zen­rei­ter Uni­on Net­te­tal (17 Uhr, Lob­be­ri­cher Stra­ße) an. Ei­ne un­lös­ba­re Auf­ga­be für den Ta­bel­len­ach­ten? „Kei­ne Auf­ga­be ist un­lös­bar“, sagt der in Ra­tin­gen woh­nen­de 28 Jah­re al­te Kraft­fah­rer. „Fest steht na­tür­lich, dass Net­te­tal über ei­ne un­ge­mein star­ke Ab­wehr ver­fügt. Aber wenn wir ei­nen Punkt ho­len, dann sind al­le zu­frie­den. Das muss zu schaf­fen sein.“Er stell­te auch klar, dass der Ta­bel­len­füh­rer bei Heim­recht mehr un­ter Druck steht als sei­ne Hei­li­gen­hau­ser.

Nur dem VfL Ben­rath ge­lang es gleich beim Sai­son­auf­takt, dort ei­nen Tref­fer zu er­zie­len. Net­te­tal ge­wann nur 2:1. Die an­de­ren vier Geg­ner wa­ren leich­te Op­fer: Meer­busch II, Ka­pel­len und Viersen wur­den al­le mit 4:0 nach Hau­se ge­schickt, Mett­mann zu­letzt gar 5:0. Die Net­te­ta­ler sind der ganz gro­ße Meis­ter­schafts­fa­vo­rit. Den­noch meint Chris­ti­an Schuh, mit sei­nen acht Tref­fen wie er­war­tet der al­les über­ra­gen­de Tor­schüt­ze: „Rath hat ge­zeigt, dass man dort tref­fen kann.“

Schuh wird sich in Kür­ze selbst­stän­dig ma­chen, Ra­tin­gen aber bleibt für sei­ne Fa­mi­lie (zwei Kin­der) und ihn der Wohn­ort, die Fir­ma wird in Xanten auf­ge­baut. An ei­nen Um­zug ist nicht ge­dacht. Gut für die SSVg, viel­leicht kann der Club sei­nen bes­ten Stür­mer auch über den kom­men­den Som­mer hin­aus wei­ter an die Tal­burg­stra­ße bin­den. Er spielt dort sei­ne drit­te Sai­son und stammt aus der Ju­gend der SG Un­ter­rath.

„Es war schon vor der Sai­son ab­seh­bar, dass Net­te­tal ganz oben ste­hend wird“, sagt sein Trai­ner De­niz Top. „Aber wird fah­ren be­stimmt nicht die­se wei­te Stre­cke, um mit lee­ren Hän­den heim­rei­sen zu müs­sen. Das soll­te sich Net­te­tal auf sei­ne Fah­ne schrei­ben. Wir ha­ben un­ver­än­dert ge­wal­ti­ge Ver­let­zungs­sor­gen, aber die elf Spie­ler, die in der Start­elf auf­lau­fen, die sind fit. Und sie wer­den es dem Ta­bel­len­füh­rer deut­lich zei­gen.“

Sei­ne Elf wird ge­gen­über dem Meer­busch-Heim­spiel zu­letzt not­ge­drun­gen kaum ver­än­dert. Der klei­ne Tie­fen­broi­cher Stür­mer Ba­ki Ay­din spielt für den ver­letz­ten Gizm Rex­haj, Mu­ham­med Bay­rak, Ales­sio Fal­co und Phil­ipp Horn sit­zen auf der Bank. Not­falls spielt auch De­niz Top wie­der mit. Die Mann­schaft stellt sich da­mit von al­lei­ne auf. Net­te­tal er­wünsch­te sich die­se Spiel­vor­ver­le­gung auf den Sams­tag und die Hei­li­gen­hau­ser wa­ren nicht trau­rig. Sie wer­den an­schlie­ßend in Düs­sel­dorf ih­ren Mann­schafts­abend durch­füh­ren und den frei­en Sonn­tag ge­nie­ßen.

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