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Rheinische Post Ratingen - - Politik -

Urban­ski. An­ders­her­um ha­be nie­mand ein Recht auf ein per­fek­tes Kind. Men­schen mit Be­hin­de­rung sol­le noch mehr ge­hol­fen werden, am ge­sell­schaft­li­chen Le­ben teil­ha­ben zu kön­nen.

Welche Tests könn­ten fol­gen? Die Lin­ken-Po­li­ti­ke­rin Kath­rin Vog­ler warn­te, dass in Groß­bri­tan­ni­en be­reits 400 ge­ne­tisch ver­ur­sach­te Er­kran­kun­gen dia­gnos­ti­zier­bar sei­en. So kön­ne die Kas­sen­zu­las­sung des Blut­tests ei­ne „Tür­öff­ner­funk­ti­on“für wei­te­re Tests über­neh­men.

Wie und wann wird über die Blut­tests ent­schie­den? Ei­gent­lich ist es Auf­ga­be des Ge­mein­sa­men Bun­des­aus­schus­ses über neue Kas­sen­leis­tun­gen zu ent­schei­den. Der Vor­sit­zen­de des Gre­mi­ums, Jo­sef He­cken, aber for­der­te ei­ne ethi­sche De­bat­te. Auch der AOK-Bun­des­ver­band und die Tech­ni­ker Kran­ken­kas­se er­klär­ten auf An­fra­ge, dass es ei­ne ge­sell­schaft­li­che ethi­sche De­bat­te ge­ben sol­le. Mehr als 100 Ab­ge­ord­ne­te spra­chen sich für die De­bat­te im Bun­des­tag aus. Sie wird al­ler­dings frü­hes­tens 2019 star­ten kön­nen. Üb­li­cher­wei­se neh­men sich die Par­la­men­ta­ri­er für Ge­wis­sens­fra­gen, an de­ren En­de ei­ne Ent­schei­dung oh­ne Frak­ti­ons­zwang steht, län­ger Zeit. In die­ser Wahl­pe­ri­ode soll­te aber ei­ne Ent­schei­dung über die Blut­tests mög­lich sein.

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