NRW-Grü­ne se­hen sich als Vor­den­ker der Re­gie­rung

Rheinische Post – Stadtteilausgabe Duesseldorf-Mitte/West - - POLITIK - VON DET­LEV HÜWEL

DÜSSELDORF Die Grü­nen in NRW wol­len die vom Land er­le­dig­ten Auf­ga­ben un­ter die Lu­pe neh­men, um Geld und Per­so­nal zu spa­ren. Aus­ge­nom­men sind le­dig­lich Bil­dung und Po­li­zei. Neue Land­stra­ßen sei­en nicht nö­tig; des­we­gen kön­ne man hier auf Bü­ro­kra­tie ver­zich­ten, so Grü­nen-Lan­des­chef Sven Leh­mann. Par­tei­che­fin Mo­ni­ka Dü­ker will zu­dem die Öf­fent­lich­keits­ar­beit der Mi­nis­te­ri­en auf den Prüf­stand stel­len: „Wie viel Hoch­glanz­bro­schü­ren brau­chen wir wirk­lich?“ Sie kün­dig­te ei­ne breit an­ge­leg­te Auf­ga­ben­kri­tik an: „Das wird ganz hart.“ Al­ler­dings glau­be sie nicht, dass es am En­de grö­ße­re Per­so­nal­ein­spa­run­gen ge­ben wer­de.

Zwar wol­len die Grü­nen nach ei­ge­nen Wor­ten auf die „Prunk-und Protz­po­li­tik“ der Vor­gän­ger­re­gie­rung mit Staats­emp­fän­gen und Or- dens­fei­er­lich­kei­ten ver­zich­ten und die Sub­ven­tio­nie­rung von Flug­hä­fen ab­schaf­fen, aber aus ei­ge­ner Kraft kom­me das Land nicht von Schul­den run­ter, so Dü­ker. Ge­nau­so we­nig schaff­ten dies die Kom­mu­nen. Nö­tig sei viel­mehr ei­ne Neu­re­ge­lung der Fi­nanz­be­zie­hun­gen von Bund, Län­dern und Kom­mu­nen. „Wir Grü­nen sind die Pro­gramm­par­tei, die über den Tag hin­aus Per­spek­ti­ven auch für über­mor­gen ent­wi­ckelt“, er­klär­ten die bei­den Lan­des­vor­sit­zen­den.

Dü­ker ver­tei­dig­te vor Jour­na­lis­ten die ge­plan­te Auf­sto­ckung der Neu­ver­schul­dung in die­sem Jahr von 6,4 auf knapp neun Mil­li­ar­den Eu­ro. Ho­he Ri­si­ken ber­ge vor al­lem die Wes­tLB mit ih­ren aus­ge­la­ger­ten Pa­pie­ren, sag­te sie un­ter Hin­weis auf „die EU und Gut­ach­ten“. Die Op­po­si­ti­on las­tet der Re­gie­rung da­ge­gen an, ei­nen „Schat­ten­haus­halt“ an­le­gen zu wol­len.

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