Neu­er Ruhr­ver­bands-Chef will Kli­ma-Ex­po in NRW

Rheinische Post – Stadtteilausgabe Duesseldorf-Mitte/West - - WIRTSCHAFT - VON THO­MAS REISENER

DÜSSELDORF Der eben­so mäch­ti­ge wie zu­letzt glück­lo­se Re­gio­nal­ver­band Ruhr (RVR) be­kommt ei­nen neu­en Chef: Der ehe­ma­li­ge EonPer­so­nal­vor­stand Chris­toph Dän­zer-Va­not­ti (55) soll am 13. De­zem­ber von der rot-grü­nen Mehr­heit in der RVR-Ver­bands­ver­samm­lung ge­wählt wer­den. Da­nach wird er Heinz-Die­ter Klink (SPD) an der RVR-Spit­ze ab­lö­sen, wie der wirt­schafts­po­li­ti­sche Spre­cher der NRW-SPD, Tho­mas Eis­kirch, ges­tern auf An­fra­ge be­stä­tig­te.

Der RVR ist der Re­gio­nal­ver­band der Re­vier­kom­mu­nen und lenkt sie et­wa in Fra­gen der Wirt­schafts­ent­wick­lung, der Flä­chen­nut­zung oder des Tou­ris­mus. Von Dän­zer-Va­not­ti wird er­war­tet, dass er die Kirch­turms­po­li­tik vie­ler Städ­te zu­rück­drängt und für ein ge­schlos­se­nes Bild des Re­viers nach au­ßen sorgt. „Wir sind glück­lich, mit ei­nem re­nom­mier­ten Mann aus der Wirt­schaft ei­ne neue Stim­me und ein neu­es Ge­sicht des Ruhr­ge­bie­tes ge- fun­den zu ha­ben“, sag­te Eis­kirch un­se­rer Zei­tung. Die Per­so­na­lie sei in­tern „un­um­strit­ten“ ge­we­sen.

Dem Ver­neh­men nach hat­te sich Dän­zer-Va­not­ti nicht auf die aus­ge­schrie­be­ne Stel­le be­wor­ben, son­dern war aus Rei­hen der NRW-SPD an­ge­spro­chen wor­den. Der So­zi­al­de­mo­krat und IGBCE-Ge­werk­schaf­ter gilt nach sei­ner „im ge­gen­sei­ti­gen Ein­ver­neh­men“ be­en­de­ten Kar­rie­re bei Eon als wirt­schaft­lich un­ab­hän­gig. Wie aus Krei­sen der NRW-Lan­des­re­gie­rung zu er­fah­ren ist, soll der drei­fa­che Fa­mi­li­en­va­ter in sei­ner neu­en Funk­ti­on auch ein Ver­spre­chen aus dem Ko­ali­ti­ons­ver­trag von Rot-Grün ein­lö­sen. Da­für muss er nicht we­ni­ger als ei­ne Welt­aus­stel­lung ins Ruhr­ge­biet ho­len: die Kli­ma-Ex­po. Da­mit will Ro­tG­rün laut Ko­ali­ti­ons­ver­trag „der Welt­öf­fent­lich­keit zei­gen, dass Deutsch­land und ins­be­son­de­re NRW be­reits heu­te vie­le rich­tung­wei­sen­de Pro­jek­te vor­wei­sen kön­nen, und wie wir in NRW die öko­lo­gi­sche in­dus­tri­el­le Re­vo­lu­ti­on in An­griff neh­men wol­len“.

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