Re­form mit Schön­heits­feh­lern

Rheinische Post – Stadtteilausgabe Duesseldorf-Mitte/West - - WIRTSCHAFT -

D er Ba­se­ler Aus­schuss für Ban­kauf­sicht ist die Ant­wort des Staa­tes auf das Ver­sa­gen des Fi­nanz­mark­tes. 1975 wur­de er nach der Plei­te der Her­statt-Bank ge­grün­det. Er er­ließ Re­geln, um Gut­ha­ben der Bank­kun­den bes­ser zu schüt­zen. Doch weil die Fi­nanz­bran­che sich im­mer neue, ris­kan­te­re Pro­duk­te aus­dach­te, muss­ten die Re­geln im­mer wie­der an­ge­passt wer­den. Auf Ba­sel I folg­te 2004 Ba­sel II, nach der Fi­nanz­kri­se war nun Ba­sel III fäl­lig. Die neu­en Re­geln sol­len ver­hin­dern, dass Ban­ken noch ein­mal leicht­fer­tig Kre­di­te an schwach­brüs­ti­ge Häus­le­bau­er ver­ge­ben, oh­ne für ei­nen Aus­fall ge­rüs­tet zu sein. Ge­nau das hat­te 2007 die Fi­nanz­kri­se in den USA aus­ge­löst, die zu ei­nem Flä­chen­brand wur­de. Von leicht­fer­ti­gen Ge­schäf­ten müs­sen al­le, auch deut­sche Spar­kas­sen, ab­ge­hal­ten wer­den. Für Aus­nah­men gibt es kei­nen Grund. Um­so be­denk­li­cher ist es, dass die USA, die schon Ba­sel II nicht or­dent­lich um­ge­setzt ha­ben, we­nig be­geis­tert von den neu­en Re­geln sind. anh

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