Bei Adam Courch­ai­ne ist der Kno­ten ge­platzt

Rheinische Post – Stadtteilausgabe Duesseldorf-Mitte/West - - DÜSSELDORFER SPORT - VON PATRICK SCHE­RER

Die ver­gan­ge­nen Wo­chen wa­ren ein Wech­sel­bad der Ge­füh­le für Adam Courch­ai­ne. Wäh­rend der Vor­be­rei­tung war der Stür­mer der DEG Me­tro Stars als zwei­ter Flü­gel­spie­ler ne­ben Ty­ler Bee­chey und Con­nor Ja­mes ge­setzt, doch nach den bei­den Auf­takt­nie­der­la­gen in der Deut­schen Eis­ho­ckey Li­ga (DEL) ver­setz­te ihn sein Trai­ner Jeff Tom­lin­son vor dem Spiel ge­gen Mannheim in die vier­te Rei­he ne­ben die Youngs­ter Mar­tin Hin­ter­sto­cker und Die­go Hof­land – ein deut­li­ches Zei­chen von Un­zu­frie­den­heit mit dem Ka­na­di­er.

Der vor­läu­fi­ge Tief­punkt für den 26-Jäh­ri­gen kam im letz­ten Drit­tel ge­gen die Ad­ler: Sei­ne Rei­he be­kam kaum noch Eis­zeit. Der Grund: Courch­ai­ne. „Adam hat sei­ne De­fen­siv­auf­ga­ben nicht gut ge­nug er­le­digt. Es tat mir für die bei­den jun­gen Spie­ler leid, aber ich konn­te sie des­halb nicht mehr brin­gen“, er­klär­te Tom­lin­son.

Al­ler­dings wur­de dann das ver­gan­ge­ne Wo­che­n­en­de doch noch zum Glücks­fall für den seit 2008 in Düsseldorf spie­len­den An­grei­fer. Beim Der­by in Kre­feld hat­te Courch­ai­ne ent­schei­den­den An­teil am knap­pen Sieg nach Ver­län­ge­rung. Ein­mal hat­te die DEG be­reits ei­nen Rück­stand auf­ge­holt, doch Kre­feld leis­te­te er­bit­ter­ten Wi­der­stand und dreh­te die Par­tie er­neut, be­vor die St­un­de des Ka­na­di­ers schlug. Erst glich der Ka­na­di­er mit ei­nem ab­ge­fälsch­ten Schuss zum 3:3 aus, be­vor er 171 Se­kun­den spä­ter mit ei­nem eis­kalt ab­ge­schlos­se­nen Al­lein­gang die zwei­te Füh­rung der DEG her­bei­führ­te.

„Das war wie­der Adam Courch­ai­ne, wie wir ihn ken­nen“, sag­te Tom­lin­son, der das rich­ti­ge Ge­spür be­wies. Denn nach der Spiel­dau­er­stra­fe ge­gen Bee­chey setz­te er aus­ge­rech­net den 26-Jäh­ri­gen als Er­satz­mann ne­ben Ja­mes und Evan Kauf­mann in die drit­te Rei­he.

Nun hof­fen sie bei den Ver­ant­wort­li­chen dar­auf, dass der Stür­mer po­si­ti­ve Ener­gie aus die­sen Er­folgs­er­leb­nis­sen mit­nimmt. „Ich ha­be mich rich­tig für Adam ge­freut. Er ar­bei­tet sehr hart, um un­ser neu- es de­fen­si­ves Sys­tem zu ler­nen. Er will es un­be­dingt schnel­ler ka­pie­ren“, sag­te der Coach. Da­mit Courch­ai­ne mög­lichst schnell sei­ne Ver­tei­di­gungs­schwä­che ab­legt, nimmt er Son­der­un­ter­richt bei Co-Trai­ner Tray Tuo­mie, der ihm in Vi­deo­ana­ly­sen die rich­ti­gen Lauf­we­ge bei­bringt. „So­lan­ge das Team ge­winnt und glück­lich ist, bin ich es auch“, sagt Courch­ai­ne, dem die Ver­set­zung in die vier­te Rei­he nicht egal ist, der da­mit aber le­ben kann: „Man muss es neh­men, wie es kommt. Am En­de musst du Gas ge­ben, egal in wel­cher Rei­he du ge­ra­de spielst.“

Die Fans wer­den es ger­ne hö­ren und dar­auf hof­fen, dass Courch­ai­nes Kno­ten ge­platzt ist.

FO­TO: HOMÜ

DEG-Stür­mer Adam Courch­ai­ne ist wie­der zum Ju­beln zu­mu­te.

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