Beach­vol­ley­ball: Ein­mal die Welt­meis­ter be­sie­gen

Rheinische Post – Stadtteilausgabe Duesseldorf-Mitte/West - - DÜSSELDORFER SPORT - VON THO­MAS MEIN­DERS

Mit letz­tem Ein­satz er­reicht An­dy Man­sur den Ball. Se­kun­den­bruch­tei­le, nach­dem der 42-Jäh­ri­ge das Spiel­ge­rät noch zu sei­nem Part­ner ge­bag­gert hat, lan­det er im tie­fen Sand. Jo­han­nes Ibold ver­wan­delt die Vor­la­ge mit ei­nem ful­mi­nan­ten Schmet­ter­ball zum Punkt­ge­winn. Die bei­den ju­beln, die Zu­schau­er klat­schen oder lie­gen auf den ge­müt­li­chen Ses­seln und be­rei­ten sich auf ih­ren ei­ge­nen Ein­satz vor. Beim Fi­nal­tur­nier der Red Bull Beach Boys in der Beach­vol­ley­bal­lHal­le Mensch geht es reich­lich ent­spannt zu.

32 Teams ha­ben sich für die Ver­an­stal­tung mit ei­nem Ziel qua­li­fi­ziert: das Fi­na­le ge­gen die Welt­meis­ter Ju­li­us Brink und Jo­nas Re­cker­mann zu spie­len. „Das wä­re ein Traum. Schon die bei­den ken­nen­zu­ler­nen, ist fas­zi­nie­rend“, be­kennt Ibold. An den Qua­li­fi­ka­ti­ons­tur­nie­ren konn­te der 23-Jäh­ri­ge nicht teil­neh­men, rück­te erst ei­nen Tag vor­her nach, weil ein Team ab­sag­te. Sei­nen Part­ner lernt der Aa- che­ner erst kurz vor Tur­nier­be­ginn ken­nen. Zur Ab­stim­mung blieb kei­ne Zeit „Die Vor­run­de über­ste­hen“, lau­tet das ein­hel­li­ge Ziel.

Trotz der ent­spann­ten At­mo­sphä­re ist der Ehr­geiz der Teil­neh­mer zu spü­ren. An­fän­ger ste­hen nicht auf den Plät­zen. Ibold und Man­sur spie­len im Som­mer al­le zwei Ta­ge. Das Ni­veau ist hoch.

Das be­kom­men auch die Welt­meis­ter zu spü­ren. „Ge­gen vier Mann ha­ben wir noch nie ge­spielt“, sagt Brink, der gleich vor­gibt, „nichts her­schen­ken“ zu wol­len. Und so ent­wi­ckelt sich ein span­nen­des Fi­na­le. Die Her­aus­for­de­rer zei­gen sich in Über­zahl als gleich­wer­tig und kämp­fen um ih­re Chan­ce. Drei Match­bäl­le der Fa­vo­ri­ten weh­ren sie ab, selbst ver­ge­ben sie sie­ben Mal die Mög­lich­keit zum Sieg. Im ach­ten An­lauf klappt es dann. 23:21 im drit­ten Satz. Jo­na­than Ficht, Jo­na­than Stem­mann, Bram Han­sen und Max Schmit­zPor­ten kön­nen ihr Glück kaum fas­sen. Als Sieg­prä­mie be­kom­men sie al­le für ein Jahr je­weils ei­nen Smart zur Ver­fü­gung ge­stellt.

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